„Blumberg on Ice“ – hier am 11. Januar 2025 – ist im Winter ein Besuchermagnet. Foto: Hans Herrmann/ Foto:  

Die mobile Eisbahn lockte im vergangenen Winter mehr als 13 000 Besucher. Auch 2026 soll es eine Fortsetzung geben. Aber reicht der ehrenamtliche Einsatz aus?

13 000 Schlittschuhläufer kamen dieses Jahr zu „Blumberg on Ice“, dem winterlichen Großereignis der Stadt. Die Veranstaltung vom 6. Januar bis 2. Februar war damit wieder ein absoluter Besuchermagnet. Im Blumberger Gemeinderat wurde jetzt eine positive Bilanz gezogen und die Neuauflage für den Zeitraum vom 9. Januar bis 8. Februar 2026 genehmigt.

 

Stadtmarketingleiterin Alexandra Bouillon gab in der Ratssitzung für das Winter-Aushängeschild mit der mobilen Eisbahn einen bemerkenswerten Rückblick. „28 Tage wurde dieses sportliche Angebot täglich von der Bevölkerung sowie Schulklassen genutzt“, war ihr Resümee. „Insgesamt 26 Vereine waren mit verschiedenen Aufgaben involviert und leisteten 1784 Arbeitsstunden. Nach der Abrechnung können sich die Vereine über 8,09 Euro pro Arbeitsstunde freuen“, informierte sie weiter.

Mit einigen Veranstaltungen wurde noch weitere Abwechslung geboten. Von der Eröffnung mit der Show der SERC 04-Eiskunstlaufabteilung aus Schwenningen, über mehrere Eisdiscos bis zu einer Freestyleshow der „Black Forest Wolves“ und dem Mitternachtslaufen mit Schneebar wurde auf dem Eis zusätzlich unterhalten.

An zwei Samstagen konnte auch die Eislaufschule für Kinder geöffnet werden. Der Blumberger Gesamtschulleiter Timo Link leitete diese ausgebuchten Kurse und stellte sich bereits für das kommende Jahr erneut zur Verfügung. Bei moderaten Preisen und kostenlosem Eintritt für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr war der Andrang immer groß.

Schulen und Kindergärten

Bereits Vormittags wurde das Angebot von zwölf Schulen sowie einem Kindergarten angenommen. Auch in der Almhütte war einiges geboten. Dieser Service wurde von einigen Firmen zu einem gemeinsamen Mittagstisch genutzt, machte Alexandra Bouillon deutlich.

Verlass war auf die finanzielle Unterstützung der regionalen Geschäftswelt. Bei einem Sponsorenempfang gab es Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Für Blumberg entwickelte sich die mobile Eisbahn zu einem echten Aushängeschild, darüber waren sich im Gemeinderat alle einig und die Zustimmung für die Fortführung war lediglich eine Formsache.

Hohes Defizit bleibt dennoch

Nach der Buchung aller Ausgaben und Einnahmen schlägt für die Stadtkasse ein Defizit von 59 802 Euro zu Buche. Aufgrund der positiven Strahlkraft wird dies aber als gute Investition in das Image der Stadt Blumberg gesehen.

Bürgermeister Markus Keller findet, dass die Veranstaltung für Blumberg einen Alleinstellungswert bringt. „Wir sind derzeit mit einem Anbieter aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis in Verbindung und erhoffen uns hier eine Senkung der Kosten“, gab er bekannt.

Lob aus den Fraktionen

Für den Fraktionssprecher der Freien Liste, Hannes Jettkandt, war es eine rundum gelungene Sache. Er hob vor allem das Engagement der vielen Helfer und besonders den Teameinsatz des Stadtmarketings hervor. „Nicht nur bei der Eisbahn, sondern auch beim Street-Art-Festival wird hier hervorragende Arbeit geleistet“, lobte er.

Herausforderung für Vereine

Der Fraktionssprecher der CDU, Dieter Selig, schätzt vor allem den Einsatz der vielen Helfer. „Für die Vereine wird es aber immer schwieriger, genügend Personal für den vierwöchigen Zeitraum zu finden“, sagte er und regte hier einen zusätzlichen ehrenamtlichen Einsatz an. Dass sich „Blumberg on Ice“ für die Eichbergstadt zu einem Erlebnis mit großer Anziehungskraft entwickelt hat, unterstrich der Rat in kompletter Geschlossenheit.

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