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Blumberg Nicht alle stehen hinter der Maske

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Die Neuntklässlerinnen sehen die Maskenpflicht differenziert (von links): Letizia lo Porto, Dilara Parlak, Amelie Renz, Hanna Parschau und Leonie Seeger.Foto: Lutz Foto: Schwarzwälder Bote

Seit Montag gilt landesweit im Unterricht eine Mundschutzpflicht.

Blumberg (blu). Realschule, große Pause. Der Schulhof ist durch eine weißrote Kette unterteilt, auf der einen Seite befinden sich die Neuntklässler, auf der anderen Seite die Zehntklässler. Seit dieser Woche müssen hier Schüler ab der fünften Klasse die Maske auch im Unterricht tragen. Aber wie sehen die Schüler das?

"Man gewöhnt sich daran", sagt Neuntklässlerin Hanna Parschau. Sie ist überzeugt, dass es Sinn macht, die Maske zu tragen. Ihre Kameradin Letizia lo Porto findet das Tragen der Maske auch gut, manchmal mache es aber keinen Sinn.

Im Sportunterricht keine Pflicht

Am schlimmsten finden die Neuntklässlerinnen die Situation im Sportunterricht: "Da müssen wir keine Maske tragen", dabei seien im Sportunterricht alle drei neunten Klassen gemischt. "Man probiert auch im Sport, möglichst wenig Kontakte zu haben" und spiele zum Beispiel Volleyball statt Basketball, schildert Amelie Renz. Unterbinden sollte man nach Ansicht von Dilara Parlak das Mischen von Parallelklassen wie zum Beispiel in den Fächern Religion und Ethik.

Der Unterricht werde durch das Maskentragen erschwert, schildern die Schülerinnen. "Man versteht im Unterricht manchen nichts wegen der Maske. Dann müssen wir lauter sprechen oder uns durch Handzeichen verständigen."

Entgangen sei ihnen durch Corona im vorigen Schuljahr das Praktikum zur Berufsorientierung. "Wir hatten keine Chance, unser Praktikum irgendwo zu absolvieren." So hätten sie auch keine Möglichkeit gehabt herauszufinden, welcher Beruf ihnen liege.

Schuldzuweisung: Kinder würden gegängelt

Nachvollziehen können die Schülerinnen, dass in der Schule die Futterkrippe für das Pausenvesper geschlossen hat. Wenn sie anstünden, seien alle recht eng zusammen, erklärt Leonie Seeger.

Realschulrektor Sven Dorn und sein Kollegium müssen zurzeit vieles erklären. "Im Moment läuft alles noch", sagte er. Doch im Hinblick auf ein drohendes exponentielles Wachstum könne er an die Schüler und an die Eltern nur appellieren, die Vorgaben einzuhalten.

Bei den Schülern und bei den Eltern treffe vieles auf Unverständnis, dabei handle es sich stets um Vorgaben von oben. "Leider erhalten wir von den Eltern auch Schuldzuweisungen, wir würden die Kinder gängeln." Das sei ein Trugschluss, macht der Schulleiter deutlich: "Die Lehrer würden auch lieber sechs Stunden ohne Maske unterrichten."

Dorn ist überzeugt, "dass wir vieles richtig gemacht haben." So sei die Blumberger Realschule "eine der Schulen, die bisher keine Corona-Infizierten hat." Damit dies so bleibt, sei es ein Gebot der Stunde, die jeweiligen Vorgaben schnell umzusetzen.

Realschulrektor Sven Dorn erklärt: Wenn ein Infizierter nicht nur einen weiteren Menschen ansteckt, sondern mehrere und sich dies so fortsetze, "geht die Zahl der Infizierten rapide nach oben." Seien am ersten Tag zwei Menschen infiziert, wären es am zweiten Tag vier, am dritten Tag 16 und am vierten Tag bereits 256 Infizierte.

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