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Blumberg Mit Spaniern gegen Fachkräftemangel

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Fachkräfte werden in der deutschen Wirtschaft gesucht. Für Blumberger Unternehmen gibt es am 9. April eine Info-Veranstaltung der Stadt und des spanischen Kulturvereins. Foto: Murat

Blumberg - Fachkräftemangel ist ein Thema, dass die deutsche Wirtschaft belastet. Ein möglicher Ausweg sind ausländische Fachkräfte. Die Stadt Blumberg unterstützt daher eine Initiative des spanischen Kulturvereins Blumberg und lädt zu einer Informationsveranstaltung ein.

Es geht um das Projekt "¡Bienvenid@s! - Willkommen in Baden Württemberg". Im Rahmen des IQ-Netzwerkes wird damit das Ziel verfolgt, Fachkräfte aus Spanien nach Baden Württemberg zu vermitteln, sie aufzunehmen, willkommen zu heißen und ihnen eine erfolgreiche Erstintegration zu ermöglichen. Es wird auf die bestehenden Institutionen und Beratungsstellen hingewiesen und über das Leben und Arbeiten in Baden-Württemberg informiert. Zudem ist das Ziel des Projektes, Kontakte zu Unternehmen herzustellen und sprachlich-kulturkomeptente Begleitung anzubieten. In diese Richtung war die Industrie- und Handelskammer (IHK) im vergangenen Jahr schon tätig geworden.

Dass dieses Projekt nunmehr auch in Blumberg beworben wird, fußt auf einer Initiative des spanischen Kulturvereins in Blumberg. Der Vorsitzende Sebastian Feria, der Kontakt zur Academia Española de Formación aus Hornberg hat, war dahingehend auf die Stadtverwaltung zugekommen, sagte die städtische Wirtschaftsbeauftragte Alexandra Scherer gegenüber dem Schwarzwälder Boten. Dass vermehrt junge spanische Fachkräfte nach Deutschland drängen, weil sie im eigenen Land keine Arbeit finden, ist in Blumberg spürbar, vor allem in der spanischen, beziehungsweise spanischstämmigen Bevölkerungsgruppe. Bereits seit Jahrzehnten leben zahlreiche Spanier in Blumberg und sind in mehreren Generationen voll integriert.

Wer herkommt, sucht neben Arbeit auch Anschluss, Integration und vor allem muss intensiv an der Schlüsselqualifikation, der deutschen Sprache gearbeitet werden. All dies werden Themen des Infoabend für Unternehmen, Vereine und Gemeinderäte werden. Die Stadt Blumberg unterstützt nicht nur das Projekt "¡Bienvenid@s!", sondern möchte damit auch als Vorbild für andere Kommunen, Institutionen und Unternehmen fungieren.

Vorbilder gibt es in der Stadt bereits, etwa das Maschinebauunternehmen Teubert in Zollhaus. Dort arbeitet seit einiger Zeit länger ein spanischer Facharbeitet, ein Schlosser, im Bereich der Maschinenverrohrung. "Auf dem deutschen Arbeitskräftemarkt haben wir Probleme, jemanden für solche Aufgaben zu finden", schildert Firmenchef Wolfgang Teubert eine Situation, die Branchenkollegen nur zu gut kennen. Der Spanier war aufgrund der beruflichen Perspektivlosigkeit nach Deutschland gekommen, hatte zunächst eine Beschäftigung als Fahrer und kam bei einer Lieferung nach Zollhaus per Zufall mit Wolfgang Teubert ins Gespräch, der den gelernten Facharbeiter umgehend einstellte.

Eine Entscheidung, die er nach eigenem Bekunden nicht bereut hat. Der Mann sei sehr engagiert und sehr zuverlässig. Er spreche Englisch und lerne intensiv Deutsch, wobei ihn das Unternehmen unterstützt. Bei seinen spanischen Landsleuten in Blumberg hat er gut Anschluss gefunden. "Wir würden gerne noch mehr nehmen", sagt Wolfgang Teubert, "wir finden aber derzeit keine."

Bedarf an Fachkräften hat auch Metz Connect, egal ob aus Spanien oder anderen Ländern, bestätigt Personalchef Matthias Schmidt. Das Kriterium ist die deutsche Sprache. Bewerber aus Spanien gab es bereits, so Schmidt, jedoch sei die Einstellung an mangelnden Sprachkenntnissen gescheitert.

Weitere Informationen:

Kostenlosen Informationsveranstaltung, Mittwoch, 9. April, um 19 Uhr in der Stadthalle Blumberg.

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