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Blumberg Meistermaler aus der Eichbergstadt

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"Meine Wege zur Kunstbetätigung", so der Buchtitel über das Leben von Bernhard Schneider-Blumberg. Foto: Lutz Foto: Schwarzwälder Bote

Seine Porträts von Blumberger Bürgermeistern und Ehrenbürgern sind im dortigen Rathaus – ebenso auch in der Stadt – sind noch viele Bilder des Malers Bernhard Schneider-Blumberg anzutreffen. Darunter Landschaftsbilder, Stadtansichten und weitere Porträts.

Blumberg/Reichenau (blu). So etwa im Gasthaus Hoher Randen in seinem Heimatort Randen oder in der Achdorfer Scheffellinde. Über ihn erschien jetzt ein Buch.

Geboren 1881 und aufgewachsen auf dem Randenhof oberhalb Fützens als Bernhard Schneider, wurde relativ schnell sein Talent deutlich.

"Wenn der Vater Jakob Schneider gemalt hat, hat der Sohn versucht, das nachzumalen", schildert Karl-Heinz Trüby, einer der Vorsitzenden des Geschichts- und Heimatvereins Wurzelsucher Blumberg. Er hat sich mit der Tochter des Malers, Laetitia Schneider-Blumberg-Seiter maßgeblich darum bemüht, dass das Buch mit dem Titel "Bernhard Schneider-Blumberg – Meine Wege zur Kunstbetätigung" erscheinen konnte.

Karl-Heinz Trüby hatte schon länger vor, zu der Tochter des Malers auf der Reichenau, wo auch ihr Vater seit 1919 gelebt hatte, Kontakt aufzunehmen. Ist sie doch die Cousine seiner Cousine Klara Biergans.

Als er vor ein paar Jahren in Kirchen-Hausen bei der Familie Schmutz Exponate für das geplante Heimatmuseum in Blumberg abholte, erhielt er dort auch unerwartet Unterlagen über den Maler Bernhard Schneider-Blumberg. Für Trüby war dies dann der Anlass, Laetitia Schneider-Blumberg zu kontaktieren.

Im Jahr 2018 weilte er fünf Tage auf der Insel. Dabei entstand der Anstoß, die bereits vorhandenen Lebenserinnerungen von Bernhard Schneider-Blumberg als Buch zu veröffentlichen. Dabei nahm Trüby auch Kontakt zu Gert Zang und Karl Wehrle vom Verein Reichenau auf, die alles noch Nötige für das Buch veranlassten.

Bei weiteren Besuchen informierte Trüby sich jeweils über den Stand des Buches. Groß war die Freude, als Trüby vorige Woche wieder auf die Insel Reichenau fuhr und 40 Exemplare mit nach Blumberg nahm.

Bernhard Schneider-Blumberg, wie er sich später nannte, hatte einen Blick für das Wesentliche. Seine Porträts sind scharf, seine Landschaftsbilder drücken Stimmungen aus.

In dem Buch finden sich viele Motive von der Insel Reichenau, ein Porträt seiner Mutter Clara Schneider-Blumberg, ein Selbstbildnis sowie ein Bild aus Blumberg.

Erhältlich ist das Buch für 18,90 Euro im Gasthaus Hoher Randen in Randen, in der Stadtbibliothek und in der Touristinfo Blumberg sowie auch in der Achdorfer Scheffellinde.

Bernhard Schneider-Blumberg wurde am 17. Mai 1881 geboren und wuchs auf dem Randenhof auf. 1906 Aufnahme in die Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, 1910 wurde er Meisterschüler bei Professor Kaspar Ritter. 1913 Beteiligung an der Internationalen Kunstausstellung im Glaspalast München, 1924 Ausstellung im Rahmen der 1200-Jahr-Feier der Reichenauer Klostergründung, 1956 Tod auf der Reichenau. 1919 heiratete er Clara Riedlinger aus Radolfzell, das Ehepaar bekam zwei Kinder, Sohn Hatto und Tochter Laetitia.

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