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Blumberg Leckeres dieses Mal zum Mitnehmen

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Sehr gut organisiert ist die Hähnchenbraterei beim Gaszug Randen. Christian Greitmann, Dietmar Labor, Sascha Meyer, Fabian Hettich und Alexander Effinger haben die Hähnchen fest im Blick und um die Mittagszeit allerhand zu tun. Foto: Schwarzwälder Bote

Eigentlich hätte das Wetter für das Straßenfest in Blumberg nicht besser sein können. Eigentlich. Doch dieses Jahr ist vieles anders – auch das Straßenfest.

Blumberg. Um aber trotzdem etwas mit dem schon lange im Kalender stehenden Termin zu machen, haben sich die drei Vereine Gaszug Randen, Landfrauen Randen und der Skiclub Nordhalden ein "Straßenfest to go" ausgedacht.

Initiator beim Gaszug Randen war das aktive Mitglied Thomas Müller. Er hatte die Idee, für den ausgefallenen Stand in Blumberg eine Hähnchenbraterei im Dreschschuppen in Randen zu organisieren, bei der die Besucher wie in einem Drive-in-Schnellrestaurant ihre Bestellung ohne Kontakt abholen können.

Die aktiven Mitglieder waren schnell begeistert, und so wurde der Plan umgesetzt. Für die Bestellungen wurden Zeitfenster angegeben, sodass das Küchenteam genau wusste, wer wann seine Bestellung abholt. Und so gingen im Laufe des Samstags 560 halbe Hähnchen über den Ladentisch. Dazu gab es wahlweise Pommes oder von Thomas Müller selbst gebackenes frisches Bauernbrot.

"Mit den über 500 bestellten Hähnchen haben wir den ganzen Tag zu tun", sagt Kassierer Marius Gleichauf "aber finanziell wiegt das Straßenfest-to-go unseren Stand am Straßenfest nicht auf. Schließlich fehlen die Einnahmen der Getränke". Trotzdem waren alle Mitglieder mit Feuereifer dabei. Die erste Crew startete schon um 5.30 Uhr mit den Vorbereitungen, denn die "geheimnisvolle Randemer Hähnchengewürzmischung" musste auf die Hähnchen aufgetragen werden.

Gebraten wurde dann in zwei Schichten. Und die Stimmung der Helfer war währenddessen sehr gut. Dass alles super organisiert war, zeigte sich am kurzen Zeitfenster fürs Warten. Die Kunden kamen in ihren Autos, währenddessen wurde ihre Bestellung fertig gemacht. Nach dem Bezahlen konnten die Besucher ihre Hähnchen mit nach Hause nehmen. Alles funktionierte kontaktlos, unter den Hygienebestimmungen und unter fünf Minuten.

Die Zukunft für kommendes Jahr sieht beim Gaszug Randen indes eher düster aus. Alle anstehenden Termine wurden abgesagt, darunter auch das beliebte internationale Guggenmusiktreffen "Euro Carneval" in der Toskana. Wie es weiter geht, bleibt bisher offen.

Neben der Hähnchenbraterei des Gaszugs hatten auch die Landfrauen Randen ihren Kuchenstand mit "Torte-to-go" aufgebaut. Sie hatten 14 Kuchen im Angebot, welche ebenfalls mit Reservierung verkauft waren. "Unsere Frauen hatten fünf Sorten zur Auswahl, die sie backen konnten", so Martina Zepf. Darunter waren Schwarzwälder, Käse-Sahne, Bananensahne, Eierlikör- und Windbeuteltorte.

Zwei Ortschaften weiter duftete fast ganz Nordhalden nach frischen Schweinehaxen. Hier bot der Skiclub Nordhalden seine Haxen statt wie am Straßenfest, in der Dorferlebnisscheune an. Und auch hier wurde wahlweise frisches Brot vom Lauterbachhof in Uttenhofen oder frischer Kartoffelsalat dazu gereicht.

"Im Mai hatten wir eine virtuelle Vorstandssitzung und überlegten, dass wir was machen wollen, um zu zeigen, dass es auch mit Corona weiter geht", gibt der Vorsitzende Johannes Lohberger Auskunft. "Dann war schnell klar, dass wir an diesem Straßenfesttermin einen Hausverkauf unserer Haxen machen wollen", erzählt er weiter.

Auf dem Grill lagen bei der Außenstelle Nordhalden des etwa anderen Straßenfestes am Ende 200 Haxen, die mittels Vorbestellung innerhalb von zwei Stunden restlos ausverkauft waren. Und die 40 Kilogramm Kartoffelsalat wurden von den fleißigen Helfern frisch zubereitet.

"Natürlich kommen wir auf diese Weise nicht an die Verkaufszahlen, wie wir sie am Straßenfest haben. Da gehen 400 bis 450 Haxen und 150 Kilogramm Kartoffelsalat über die Theke", stellt Lohberger den Vergleich zu "normalen Jahren" her. Aber dem Verein sei es auch darum gegangen, mal wieder zusammen aktiv zu sein. Und auch hier war die Stimmung der Helfer sehr gut, wenngleich auch der Skiclub, wie viele Vereine, in eine ungewisse Wintersaison blickt.

Beim "Straßenfest-to-go" am Samstag hatten Helfer der drei Vereine alle Hände voll zu tun: Bei den Landfrauen Randen wurden 14 selbst gebackene Torten verkauft, beim Gaszug Randen gab es 560 halbe Hähnchen mit frischem Bauernbrot oder Pommes und beim Skiclub Nordhalden gingen 200 frische Schweinshaxen und 15 Kilo selbst gemachter Kartoffelsalat über die Theke.

Das Einzugsgebiet der Kunden reichte von Blumberg bis über die umliegenden Ortschaften, und auch nach Tengen wurden die Speisen verkauft.

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