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Blumberg Immer mehr kämpfen gegen Abschiebung von Asylbewerber

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Der 21-jährige Buba Jaiteh ist gut integriert. Foto: Bäurer

Blumberg-Hondingen - Die Solidarität mit Buba Jaiteh in Hondingen, der am 10. November abgeschoben werden soll, wächst. Der SV Hondingen, bei der der 21-jährige Gambier Buba Jaiteh mit zwei Kameraden die F-Jugend trainiert, und der FC Riedöschingen erfahren bei ihren Bemühungen unter dem Motto "Er gehört zu uns" breite Unterstützung. Inzwischen haben schon mehrere hundert Menschen eine Aktion für den Verbleib von Buba Jaiteh unterschrieben.

"Mittlerweile haben alle örtlichen Fußballvereine ihre Hilfe angeboten beziehungsweise sind schon dabei", teilte Oliver Gilly, Vorstandsmitglied des SV Hondingen, mit. Am gestrigen Abend wollte Gilly das Thema auch auf der Vereinsbesprechung der Stadt Blumberg vorbringen.

Oliver Gilly will zudem versuchen, die Fußballvereine im Bezirk Schwarzwald generell zu kontaktieren: "Alle Vereine haben hier Großartiges geleistet und viele haben, hatten oder können das selbe Problem wie wir bekommen". Die Vereinsaktivitäten sollen dann unter dem Hashtag #Er gehört zu uns! veröffentlicht werden.

Auch der Präsident des Südbadischen Fußballverbands Thomas Schmidt will die Bemühungen für den Verbleib im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen, teilte Oliver Gilly mit.

Bei der Unterschriftenaktion gibt es auch in der Kernstadt die Möglichkeit, zu unterschreiben. Listen liegen in der Bäckerei Knöpfle in der Tevesstraße und im Edeka-Markt Schlesiger aus.

Unterstützung erhalten die Vereine und Verantwortlichen auch aus der Politik. Das Büro des Bundestagsabgeordneten Marcel Klinge (FDP) aus Villingen-Schwenningen und die Landtagsabgeordnete Martina Braun (Grüne) aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis hätten sich gemeldet und wollten sie unterstützen, teilte Oliver Gilly mit.

Arbeitgeber platzt Kragen

Die Bemühungen von Bubas Arbeitgeber, dem Unternehmen Wieländer & Schill in Tuningen, gehen ebenfalls weiter. Gestern schrieb Manfred Bäurer, einer der beiden Geschäftsführer, die beiden Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei (CDU) und Marcel Klinge (FDP) an und bat um Unterstützung. Er schilderte die Entwicklung von Herr Jaiteh, der sei seit März bei ihnen arbeite mit einem unbefristeten Vertrag ohne Probezeit, wie von der Behörde gefordert. Er sei ein guter Mitarbeiter, hilfsbereit, sehr nett, und in der Vereinswelt und in der Bevölkerung integriert. Sie wollten Vorbilder für Integration sein, so Bäurer, nun wolle man ihnen den Menschen wegnehmen. "jetzt platzt uns der Kragen," sagt Bäurer und fragt: "Wo leben wir eigentlich, wie geht man denn hier mit Menschen und auch mit Unternehmen um? Warum sollen wir jemals noch Integration betreiben?"

Sie hätten "Zeit und Geld in den Menschen investiert, damit er dann auch für das Unternehmen erfolgreich sein kann, dann ist er soweit und jetzt wird er abgeschoben, das kann und darf so nicht sein!"

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