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Blumberg Hitzige Diskussionen ums Großprojekt

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Der BLHV Kreisvorsitzende Karlzheinz Bäurer (2.von links) aus Aasen begrüßte bei der Infoveranstaltung zum Naturschutzgroßprojekt Baar zahlreiche betroffene Landwirte im Gasthof Schabelhof in Riedöschingen begrüßen. Rechts daneben , der extra eingesetzte Moderator Klaus Kunz. Foto: Herrmann Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hans Herrmann

Riedöschingen. In den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Tuttlingen ist auf 440 Quadratkilometer vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz die Förderung des Naturschutzgroßprojekt Baar geplant.

Der BLHV (Badische landwirtschafts Hauptverband) der Landkreise Donaueschingen und Villingen veranstaltete am vergangenen Freitag im Gasthof "Schabelhof" in Riedöschingen für die betroffenen Landwirte eine erste Informationsveranstaltung. Die Versammlung stieß auf großes Interesse. Der Schabelhof platzte buchstäblich aus allen Nähten. Der Kreisverbandsvorsitzende Donaueschingen, Karlheinz Bäurer aus Aasen zeigte sich von der großen Resonanz sichtlich angetan. Der Moderator Klaus Kunz aus Saarbrücken eröffnete die Diskussion die zum Teil sehr kontrovers geführt wurden. Vom zuständigen Landratsamt stellte sich Projektleiter Thomas Kring sowie Markus Röhl von der Hochschule Nürtingen, die für die Ausarbeitung der Maßnahmen beauftragt wurde, den verschiedenen Fragen.

Von 2013 bis 2016 steht das Projekt in der Planungsphase, welches in diesem Zeitraum mit rund einer Million Euro vom Bund finanziert wird. Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen ab 2017 für eine fünfjährige Realisierung weitere fünf Millionen Fördergelder zur Verfügung. Ziel des Naturschutzgroßprojektes ist es, Wald, Trocken- und Feuchtlebensräume für den Arten- und Biotopschutz und den Bioverbund zu sichern. Darüber hinaus wird die qualitative und quantitative Verbesserung dieser Lebensräume angestrebt. Als aktiver Beitrag zum Klimaschutz soll durch die Wiedervernässung und Extensivierung der Moor- und Grünlandnutzung sowie durch den Schutz der Wälder vorbeugende Maßnahmen realisiert werden.

Die Raumschaft Blumberg, die mit 1121 Hektar Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, ist mit der westlichen Jungviehweide im Tal, der Wutachflühe, dem Zollhausried sowie der Blumberger Pforte mit dabei. Nachbarschaftsregionen wie das Aitrachttal oder die Grenzbewaldung Fürstenberg, sind weitere Schwerpunkte.

Besonders der Biber bereitet speziell im Aitrachttal große Probleme. Die rasante Vermehrung in den vergangenen zehn Jahr erfordert für die Zukunft außergewöhnliche Maßnahmen. "Biber oder Landwirtschaft. Beides zusammen geht nicht", waren aus der Versammlung klare Standpunkte zu hören. Die beiden Ansprechpartner mit Projektleiter Thomas Kling und der autorisierten Hochschule, Markus Röhl, sahen sich zahlreichen Vorbehalten ausgesetzt. Mit Kompetenz und Sachlichkeit sowie detaillierter Ansage, stellten sie Sachlagen klar. "Wir werden in der ersten Planungsphase konstruktiv mitarbeiten.

Nach nicht so guten Erfahrungen mit dem Naturschutz sehen wird der Sache auch kritisch entgegen", stellt der Villinger BLHV Kreisverbandsvorsitzende Bernhard Bolkart Vorbehalte unter den Landwirten fest.

Den direkten Kontakt mit dem federführenden Landratsamt Villingen sieht er als Vorteil. "Man kann mitmachen, muss aber nicht. Es wir sicherlich keine neuen Regulierungen oder Sanktionierungen geben", hofft Markus Röhl von der begleitenden Hochschule auf eine gegenseitige Befruchtung.

 
 

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