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Blumberg Glockentürme müssen saniert werden

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Der Glockenturm der Pfarrkirche St. Andreas in Blumberg muss dringend erneuert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass das Geläut nicht mehr benutzt werden darf, sagt Pfarrer Karlheinz Brandl (rechts), der auf dem Archivbild zusammen mit dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Ekkehard Faller vor dem Turm steht. Foto: Lutz Foto: Schwarzwälder Bote

Wenn der Gemeinderat am Dienstag mit der Haushaltsberatung für das Jahr 2021 beginnt, geht es auch um zwei Wahrzeichen: die Kirchtürme der katholischen Gotteshäuser in Kommingen und in der Blumberger Kernstadt. Und auch weitere Investitionen stehen an.

Blumberg (blu). Beide Glockentürme müssen saniert werden. Für den Turm von St. Cyriak in Kommingen sind 58 000 Euro vorgesehen, das sind 75 Prozent der Sanierungskosten, die die Stadt per Eingemeindungsvertrag verpflichtet ist, zu übernehmen.

Blumberger Kirche: Für die Sanierung des Kirchturms der Blumberger Pfarrkirche St. Andreas stehen 40 000 Euro im Entwurf. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. "Die Sanierung des Kirchturms in Blumberg muss im Frühjahr beginnen, weil sonst die Gefahr besteht, dass das Geläut nicht mehr benutzt werden darf", wie Pfarrer Karlheinz Brandl erklärt. Der Glockenstuhl sowie die Fassade und das Dach der ganzen Kirche müssen saniert werden. Insgesamt seien das Kosten von mindestens 700 000 Euro.

Entwurf geändert: Der Gemeinderat berät bereits den Entwurf mit einigen Änderungen. Um die Sitzung in Corona-Zeiten nicht in die Länge zu ziehen, haben die Fraktionen schon im Vorfeld Stadtkämmerer Jürgen Fischer etliche Fragen zukommen lassen, die bereits geklärt wurden und, so weit es sich um neue Gesichtspunkte handelte, auch in den aktualisierten Entwurf eingearbeitet wurden, wie Kämmerer Jürgen Fischer auf Anfange erklärte. Trotz etlicher Änderungen habe sich am Gesamtrahmen letztlich wenig geändert, sagte Fischer. Auch die Verwaltung hatte den Entwurf auf Einsparung und Optimierung durchgeforstet.

Investitionen: Der aktualisierte Entwurf enthält rund zehn Millionen Euro für Investitionen. Doch das Geld alleine reicht nicht, sie bräuchten auch die nötigen Mitarbeiter, um die Projekte abzuarbeiten, so Bürgermeister Markus Keller. Im Hoch- und Tiefbau hätten sie seit Anfang des Jahres je eine Stelle nicht besetzt bekommen.

Größtes Projekt mit sechs Millionen Euro im kommenden Jahr sowie einer Verpflichtungsermächtigung bleibt der Schulcampus. Für den ersten Bauabschnitt soll nächstes Jahr der Spatenstich erfolgen.

Schulen: Bei der Digitalisierung gebe es einen Nachholbedarf, in Absprache mit den Schulleitern seien dafür 244 000 Euro vorgesehen. Für die Werkrealschule sind außerdem 6900 Euro für Lernmittel in den technischen Fächern vorgesehen.

Sicherheit: Eine Dreiviertelmillion Euro stehen für eine Drehleiter der Feuerwehr im Entwurf. Für den Bürgermeister macht dies auch im Hinblick darauf Sinn, wenn die Stadt künftig mehr mehrgeschossige Wohnungen haben werde. Beim Brandschutz stehen weitere 150 000 Euro für eine Lüftungsanlage im Städtlesaal des Feuerwehrhauses Blumberg, der neben der Feuerwehr auch vom Gemeinderat sowie für Veranstaltungen genutzt wird. Geschoben wurden 5000 Euro für eine elektrische Schließanlage für den Bauhof sowie weitere 4000 Euro für eine elektrische Schließanlage am Feuerwehrhaus Blumberg.

Stadtentwicklung: Für die städtebauliche Erneuerung in der Kernstadt mit der Neugestaltung der Tevesstraße unter Einbezug des Marktplatzes waren bisher 300 000 Euro eingeplant. Für die Betreuung der Sanierungsmaßnahme gemäß dem Landessanierungsprogramm wurden weitere 25 000 Euro eingeplant. Bestandserhalt lautet ein weiteres Thema. So stehen 250 000 Euro für die Sanierung der Mauer unterhalb der Dorferlebnisscheune Nordhalden bereit. Ein Gutachten des Blumberger Büros IB Schweizer habe Handlungsbedarf ergeben, erklärte Ortsvorsteher Dirk Steuer. Nach Wunsch des Ortschaftsrats sollte dort möglichst noch eine kleine Anzahl Parkplätze entstehen.

Sportzentrum: Für die Sanierung des Stadions inklusive der Leichtathletik-Anlagen stehen für das Jahr 2022 jetzt 287 000 Euro im Entwurf und für das Jahr 2023 weitere 671 000 Euro. Für die Umgestaltung des Hartplatzes in einen Kunstrasen, wofür der Gemeinderat am 22. Oktober den Grundsatzbeschluss gefasst hat, stehen für 2021 jetzt 190 000 Euro und für 2022 weitere 643 000 Euro inklusive einer Verpflichtungsermächtigung zur Verfügung.

Im Ergebnishaushalt (in etwa der frühere Verwaltungshaushalt plus Abschreibungen) erwartet Kämmerer Jürgen Fischer bei geplanten Ausgaben von 25,944 Millionen Euro und Einnahmen von 24,586 Millionen Euro ein Minus von rund 1,36 Millionen Euro. Für Investitionen stehen rund zehn Millionen Euro, als Finanzierungsmittel stehen neben, sehr optimistischen erwarteten Zuweisungen und Zuschüssen von 5,2 Millionen Euro sowie Grundstückserlösen über 1,3 Millionen Euro und 0,2 Millionen Euro Eigenmitteln, zur Verfügung.

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