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Blumberg Die Freigabe Behla erhöht den Druck

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Die Bewohner der beiden Blumberger Teilorte Randen und Zollhaus haben in der Vergangenheit mehrfach durch gezielte Parkaktionen im Ort auf ihr Anliegen einer Umfahrung aufmerksam, wie dieses Bild von Mai 2017 zeigt. Dabei wurden die Fahrzeuge legal so geparkt, dass für große Lastwagen kein Durchkommen mehr war und es zu einem Stau kam. Favorisiert wird die Südumfahrung der B 27. Foto: Niederberger Foto: Schwarzwälder Bote

Der Ausbau der B 27 bis zu Schweizer Grenze rückt näher.

Blumberg (blu). Bei der offiziellen Eröffnung der Umfahrung Behla am Montag betonte Steffen Bilder, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, dass in der Region noch einiges zu tun sei und nannte die Ortsumfahrungen Blumberg-Zollhaus und Randen sowie der Lückenschluss der B 523 von Villingen-Schwenningen zur B 33 bei Mönchweiler. Zollhaus und Randen, so Bilder, seien beim Ausbau der B 27 von Stuttgart bis zur Schweiz eine der letzten Maßnahmen.

Ausbau bis zur Schweiz

Zuvor hatte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer betont, dass die Umfahrung Behla ein Zeichen dafür sei, dass sich eine ganze Region für den Ausbau der B 27 engagiere und appellierte dies sei "ein Impuls, dass wir uns alle weiterhin für die Region engagieren." Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier bekräftigte diese Aussage beim anschließenden Empfang in der Baarblickhalle Behla. "Die B 27 ist nicht nur die Lebensader für Hüfingen, sondern für die ganze Südbaar.

So geht es weiter

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer erklärt, der geplante Bau der Umfahrung Randen sei "ein laufendes Projekt, das ist in der Planung, das machen wir weiter." Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hatte eigens Pläne dabei und verwies auf seinen ebenfalls anwesenden Gebietsreferenten Thomas Onhaus. Dieser sagte, sie hätten dem Bundesverkehrsministerium die Vorzugsvariante, sprich Südumfahrung, vorgelegt, das Bundesministerium habe der Variante zugestimmt, nun sei das Regierungspräsidium Freiburg gerade dabei, eine Planung aufzulegen.

Die Fäden für die Umfahrung Randen laufen bei Peter Spiegelhalter, Leiter der Außenstelle Donaueschingen des Regierungspräsidiums zusammen. In der Baarblickhalle Behla schilderte er im persönlichen Gespräch mit seinem für die Landschaftsökologie zuständigen Kollegen Christoph Sprenger das weitere Vorgehen.

Nachdem die Vorzugsvariante genehmigt worden sei und die Trasse feststehe, würde sie nächstes Jahr die reine Straßenplanung entsprechend neuer Richtlinien aktualisieren. Jetzt liege der Fokus auf der neuen Grünplanung, sie seien gerade dabei, einen Termin mit den Fachbehörden zu organisieren. Dabei würden sie gemeinsam den Untersuchungsraum und die Tiefe der Untersuchung festlegen. Sprich, wie weit rechts und links der Trasse das Gebiet untersucht werde und welche Tierarten dort leben.

"Wir müssen eine Liste der vorhandenen Tierarten im Gelände erheben und einen landschaftspflegerischen Begleitplan erstellen", erläuterte Christoph Sprenger. Allein das werde mindestens zwei Jahre dauern. Andere Aufgaben gehen schneller. Wenn sie die Planung aktualisiert hätten, wollten sie in die Anhörung mit den Trägern öffentlicher Belange gehen, das, so versicherte Peter Spiegelhalter, soll auf jeden Fall noch nächstes Jahr erfolgen. Im Januar ist zunächst ein Abstimmungsgespräch mit Blumbergs Bürgermeister Markus Keller terminiert.

Priorisierung erfolgt

Nachdem die Landesregierung am 21. März ihre Priorisierung der Straßenprojekte im Bundesverkehrswegeplan bekannt gegeben hatte, erfuhr Blumbergs Bürgermeister Markus Keller im April vom zuständigen Regierungspräsidium Freiburg aus erster Hand den vorgesehenen Ablauf. Keller, seit Januar 2010 im Amt, hatte nach eigenen Angaben definitiv das Gefühl, dass es nun endlich vorwärts geht. "Die Termine sind verbindlich, es ist das erste Mal, dass wir einen konkreten Zeitplan erhalten haben." Zu den Vorhaben in laufender Planung zählt die B 311-Umfahrung Immendingens.

Blumbergs Bürgermeister Markus Keller freute sich am Montag über die Aussagen, dass der Ausbau der B 27 weitergehe, und dass das Geld im Bundesverkehrswegeplan, der bis zum Jahr 2030 insgesamt 270 Milliarden Euro umfasst, vorhanden sei. Die Umfahrung Randen stehe von den Vorhaben, die noch nicht in Bau aber schon in Planung seien, auf der Priorisierungsliste des Landes an erster Stelle. Hoffnungsvoll stimmte Keller auch, dass für Randen bereits eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorliegt, bei der von vier untersuchten Varianten die Südumfahrung als beste Trasse hervorging, die der Gemeinderat einhellig befürwortete.

Überregionale Bedeutung

Der Bundesverkehrswegeplan hat eine Gültigkeit bis 2030, bis dahin soll die Verkehrsanbindung Blumbergs entscheidend verbessert werden. Die Umfahrungen Zollhaus und Randen sind Teil des Ausbaus der B 27 von Donaueschingen bis zur Schweizer Grenze, der letztendlich eine schnellere Verbindung auf der Straßenachse Stuttgart-Zürich schaffen soll.

■Die Umfahrung Randen steht in der Landesliste mit 9,5 Millionen Euro in der ersten Stufe unter "Maßnahmen in Planung", ebenso wie die Umfahrung Immendingen der B 311 mit 19,8 Millionen Euro. Die Umfahrung Zollhaus steht mit 9,8 Millionen Euro in der 2. Stufe mit einem Planungsbeginn bis 2025, dies gilt auch für den Lückenschluss der B 523 bei Villingen-Schwenningen mit 25,9 Millionen Euro. Die Ortsumfahrung Grimmelshofen B 27/B 314 steht mit 26,7 Millionen Euro in der nächsten Kategorie mit Planungsbeginn ab 2025.

 

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Cornelia Spitz

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