Bei der Kommunalwahl 2019 bildeten sie ein Wahlhelferteam im Rathaus II in Blumberg, von links Roland Pfeiffer, Lena Zimmermann und Adrian Schneider.Foto: Lutz Foto: Schwarzwälder Bote

Landtagswahl: Das Blumberger Rathaus bereitet sich auf die etwas andere Abstimmung vor

In der Blumberger Stadtverwaltung richtet sich der Blick zunehmend auf die Landtagswahl im März. Diese Wahl stellt die Verantwortlichen der Stadtverwaltung vor neue Herausforderungen.

Blumberg (blu). Zwar wird es nach derzeitigem Stand auch bei dieser Wahl trotz der Corona-Pandemie Wahllokale geben, in denen die Wahlberechtigten ihre Wahlzettel ausfüllen und dann in die Wahlurne einwerfen können. Doch im Vergleich zu den bisherigen Wahlen wird es Veränderungen geben müssen. "Wir müssen uns Konzepte überlegen, wie wir das strukturieren", sagt Hauptamtsleiterin Nicole Schautzgy.

Sie hätten sich auch schon Gedanken gemacht über die Laufwege für die Wähler, die Abstände der Wahlkabinen, Einweg-Kugelschreiber und die Schutzmaßnahmen grundsätzlich. Auf all das seien sie auch bei der Wahlschulung des Gemeindetags aufmerksam gemacht worden, erklärte die Hauptamtsleiterin.

Eine Herausforderung stellt dieses Mal auch die Aufgabe dar, genügend Wahlhelfer zu finden. Grund sind die Corona-bedingten Risikogruppen, die für den Wahlablauf nicht mehr so unbedenklich zur Verfügung stehen wie bei Wahlereignissen in den letzten Jahren. Von der Schar verdienter und erfahrener Wahlhelfer seien viele schon mehr als 60 Jahre alt, einige seien sogar schon über 70, sagte Bürgermeister Markus Keller.

Appell an Jüngere

Bei den Wahlen dieses Jahr will der Bürgermeister diese Altersgruppen, die zur Risikogruppe zählen, möglichst nicht mehr als Wahlhelfer einsetzen, um sie nicht zu gefährden. In diesem Zusammenhang appelliert das Stadtoberhaupt vorsorglich an alle Jüngeren in der Kernstadt und den Teilorten, sich zu überlegen, ob sie sich nicht als Wahlhelfer zur Verfügung stellen wollen. Nach Auskunft von Hauptamtsleiterin Nicole Schautzgy fehlen bei rund 80 vorgesehenen Wahlhelfern noch rund 35. Benötigt werden die Wahlhelfer für die Kernstadt und Zollhaus. Für die Stadtteile hätten die Ortsvorsteher schon eine jeweils ausreichende Besetzung signalisiert, so Hauptamtsleiterin Nicole Schautzgy.

Die Aufgaben umfassen einen Schulungstermin vor der Wahl, der circa eineinhalb bis zwei Stunden dauere, sowie die Präsenz am Wahltag und bei der Auszählung nach der Wahl. Die Wahlhelfer sind vormittags oder nachmittags jeweils 5,5 Stunden in einem Wahllokal im Einsatz. Sie nehmen die Wahlbenachrichtigungen entgegen, führen das Wählerverzeichnis und helfen ab 18 Uhr sowie am Folgetag beim Auszählen.

Für die Landtagswahl am Sonntag, 14. März, sind nach Einschätzung der Verwaltung eher weniger Wähler in den Wahllokalen zu erwarten, da viele Bürger sicherlich die Briefwahl bevorzugen werden. Dadurch käme es auch zu weniger unmittelbaren Kontakten.

Die Ergebnisse in den Wahllokalen werden nach bisherigem Stand dort ausgezählt. Für das Auszählen der wohl zahlreichen Briefwahlzettel sind das bisher dafür genutzte Trauzimmer und das Foyer im Rathaus II nach Ansicht von Bürgermeister Markus Keller auch wegen der coronabedingten Abstandsregeln kaum praktikabel. Da sind andere Räumlichkeiten in Erwägung. Geeignet wäre sicher die Stadthalle.

Wer sich bei der Landtagswahl als Wahlhelfer engagieren will, sollte wegen Corona keiner Risikogruppe angehören. Voraussetzung für eine Tätigkeit als Wahlhelfer ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Interessenten können sich bei der Stadtverwaltung melden, Ansprechpartnerin ist Michaela Frey unter der Telefonnummer (07702) 5 11 41 oder per Email unter Michaela.Frey@stadt-blumberg.de. Wer sich zur Verfügung stellen will, kann auch seine Einsatzwünsche angeben, in der Blumberger Kernstadt (Bibliothek, Rathaus II und Stadthalle) oder im Wahllokal Zollhaus im Gemeinschaftshaus.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: