Diese Munition wurde bei einer Hochzeit in Blumberg "verballert". Foto: Baltzer

Szenen wie im Gangsterfilm: Feiernde feuern Schreckschusspistolen ab. Stadt weist auf Verbot hin.

Blumberg - Inzwischen haben sich viele Einwohner an die verschiedenen Sitten und Gebräuche nach den Trauungen gewöhnt. Kommt das glückliche Brautpaar nach dem Ja-Wort vor das Rathaus, wird es von Verwandten und Freunden mit Böllern begrüßt. Auch Raketen fliegen durch die Luft.

Die Toleranzgrenze ist dann aber spätestens beim anschließenden Autokorso durch die Stadt erreicht, wenn die Autofahrer aus ihren Fahrzeugen heraus mit Schreckschusspistolen in die Gegend ballern, so wie am Samstag. Entsprechende Patronenhülsen lagen auf den Bürgersteigen. Beobachter der Szene kamen sich vor wie in einem Gangsterfilm. Böller und Raketen dürfen über das Jahr hinweg nicht abgefeuert werden, außer eine Genehmigung der Stadt liege vor, so die Polizei.

Derartige Genehmigungen erteile die Stadt grundsätzlich nicht, sagte Hauptamtsleiterin Nicole Schautzgy. Das Schießen mit Schreckschusspistolen an bewohnten Orten, sei nach dem Waffengesetz grundsätzlich verboten und werde als Vergehen geahndet, sagte die Polizei.