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Blüten im Umlauf Anfassen, anschauen, kippen

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Anfassen, anschauen, kippen

Deshalb rät der Spezialist, immer wachsam zu sein, wenn man 20- oder 50-Euro-Scheine als Wechselgeld erhalte. Zur Arbeit des Falschgeldzentrums gehört die Prävention: "Wir erklären, wie mit einfachen Methoden erkannt werden kann, ob die Note echt oder falsch ist." Durch anfassen, anschauen und kippen des Scheins lässt sich das mit Hilfe der Sicherheitsmerkmale schnell herausfinden.

Damit die Kunden im Laden nicht jeden Geldschein gegen das Licht halten müssen, empfiehlt der Experte für den Schnelltest das Erfühlen. "Das Papier der Scheine fühlt sich immer sehr griffig an", erklärt der Leiter der Falschgeldstelle. "Im Gegensatz zu Kopierpapier zum Beispiel, das ist sehr glatt." Das hat mit dem Druckverfahren zu tun, das zur Herstellung eingesetzt wird. So ist auch der Schriftzug der Europäischen Zentralbank rauer.

Immer mehr einfache Fälschungen

Um Fälschern auf die Spur zu kommen, gibt es das Nationale Falschgeldzentrum der Bundesbank. Hier werden alle Blüten aufbewahrt, die innerhalb der letzten 20 Jahre gefunden wurden. Findet die Polizei eine neue Blüte, wird sie ebenfalls dorthin geschickt. Dann untersuchen Druckingenieure die Banknote. Wie ist die Fälschung hergestellt worden? Wurde ein bestimmter Drucker verwendet? Welches Papier ist benutzt worden? Pro Tag werden bis zu 250 Scheine untersucht. "Jede Fälschergruppe hat ihre eigene Handschrift", sagt Elm. So können die Experten eine Art Landkarte an die Polizei liefern: Welche Fälscher sind wann und wo aktiv?

Bei ihren Analysen haben die Mainzer festgestellt, dass seltener professionell gearbeitet wird. Der Anteil an einfachen Fälschungen gestiegen ist: "Heute hat fast jeder einen Farbdrucker, einen Scanner, einen Computer", so Rainer Elm. Damit lassen sich recht passable Fälschungen herstellen. Das mache es umso schwerer für die Polizei, die Banden festzunehmen. Früher wurden die Druckplatten einfach eingezogen und die Fälscher festgenommen. Heute tauschen die Kriminellen die Daten einfach per USB-Stick aus: "Die Banden können sich immer wieder neu organisieren."

Zuweilen kommen Fälscher auf kuriose Ideen. Manche etwa zeichnen die Scheine einfach per Hand nach, erzählt Elm. Es gibt auch Fälscher, die aus einer 10-Euro-Note einen 100-Euro-Schein machen. Besonders dreist - oder dumm - sind diejenigen, die Werte in Umlauf bringen, die es gar nicht gibt: etwa einen 300-Euro-Schein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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