Am 16. April wird in Stuttgart und der Region wieder mehr geblitzt - der dritte Blitzmarathon steht an. Foto: dpa/Symbolbild

Bis zum Ostermontag konnten Bürger im Vorfeld des diesjährigen Blitzmarathons melden, wo zu schnell gefahren wird. Davon machten lange nicht so viele Gebrauch wie noch beim letzten Mal.

Stuttgart und Region - Am 16. April findet in ganz Deutschland der dritte sogenannte Blitzmarathon der Polizei statt. Bürger konnten bis zum Ostermontag ihre "Aufregerstellen" melden. Dabei war die Resonanz in Stuttgart und der Region lange nicht so groß wie voriges Jahr.

In der Landeshauptstadt Stuttgart nahmen gerade einmal rund 100 Bürger und Bürgerinnen das Angebot wahr, über die Internetseite blitzmarathon.polizei-bw.de Stellen zu melden, an denen ihrer Meinung nach zu schnell gefahren wird. "Das sind deutlich weniger als letztes Jahr", sagte ein Polizeisprecher - da waren es ganze 470. "Trotzdem müssen wir jetzt aussortieren, denn wir können an maximal zehn Stellen kontrollieren."

Kreise Ludwigsburg und Böblingen

Deutlich weniger Bürger meldeten sich auch bei der Polizei in den Kreisen Ludwigsburg und Böblingen - nämlich gerade einmal 195. Im Vorjahr waren es noch 545.

Rems-Murr-Kreis

Im Kreis Ostalbkreis, dem Kreis Aalen und dem Rems-Murr-Kreis bot sich ein ähnliches Bild. Dort meldeten insgesamt gerade einmal rund 200 Bürger und Bürgerinnen ihre "Aufregerstellen". Im Vorjahr waren es rund 700. "Aber so können wir schon mehr auf die Bedürfnisse der Leute eingehen", sagte ein Sprecher. An allen Stellen könne man personalbedingt eh nicht blitzen. "Wir werden wahrscheinlich im Rems-Murr-Kreis wieder an rund 30 Stellen kontrollieren", so der Sprecher.

Kreis Göppingen

"Auch bei uns waren es deutlich weniger als im Vorjahr", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen, das für die Kreise Esslingen, Reutlingen und Tübingen zuständig ist. Eine konkrete Zahl konnte er nicht nennen. Auch im Kreis Göppingen hatte man am Freitag noch keinen Überblick über die Zahlen.

Innenministerium spricht von Rückgang

Insgesamt meldeten rund 2600 Bürger und Bürgerinnen bis zum Ostermontag ihre "Aufregerstellen", wie ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag mitteilte - letztes Jahr waren es noch rund 5600. Das könne zum Teil daran liegen, dass viele Menschen im Osterurlaub waren. So hätten sich viele Menschen auch noch gemeldet, nachdem das offizielle Zeitfenster der Internet-Seite geschlossen war.

Blitzmarathon dieses Jahr kürzer

Anfang kommender Woche werden die genauen Stellen, an denen geblitzt wird, über die Seite blitzmarathon.polizei-bw.de veröffentlicht. Der Blitzmarathon startet am Donnerstag, 16. April, um 6 Uhr und endet um Mitternacht. Zunächst hatte man, wie im Vorjahr, einen 24-Stunden-Blitzmarathon geplant, doch dann wurde der Blitzmarathon anlässlich der Trauerfeier zum Absturz von Germanwings-Flug 4U9525 am 17. April um sechs Stunden verkürzt.

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