Die Blitzersäule am Schramberger Hammergraben im Bereich des Aldi-Markts wird jetzt mit Strom versorgt. Foto: Wegner

Die bolzengerade und mehrspurige Bundesstraße 462 lädt am Schramberger Hammergraben dazu ein, etwas schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer zu fahren. Deswegen wird dort jetzt die Geschwindigkeit überwacht.

Schramberg - Seit einiger Zeit steht bereits die Blitzersäule stadteinwärts beim Aldi-Markt. Indes, die Leerrohre schauten noch ungenutzt aus der Erde. "Bislang ist der Blitzer noch nicht scharf gestellt", hatte nach der Aufstellung Matthias Rehfuß, Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit gesagt. Der Stromanschluss müsse noch installiert werden. Damals ließ es sich noch nicht genau abschätzen, wie lange das dauern würde.

Für den Standort am Hammergraben hätten einige Punkte gesprochen, so Rehfuß. Zum einen seien dort viele Fahrzeuge unterwegs. Vor allem aber werde dort nachts und am Wochenende häufig gerast – dem möchte die Stadt Einhalt gebieten. Der Vorteil an festinstallierten Blitzern sei laut Rehfuß, dass die Standorte rasch bekannt seien und die Autofahrer dann langsam machten.

Kabel verlegt

Mittlerweile aber hat die Stadt doch ein Unternehmen gefunden, das Kapazität hatte, die noch fehlenden Kabel zu verlegen. Und so war am Montag die Firma Kundt Netzbau aus Freiburg, die hier in der Region vor allem sonst für den Ausbau zum schnellen Internet tätig ist, damit beschäftigt, die entsprechende Versorgung zu gewährleisten. Und die Mitarbeiter zeigten sich zuversichtlich, dass der Blitzer noch am Dienstag in Betrieb gehen könne.

Für die Anschaffung des Geräts fielen Kosten von rund 120.000 Euro an. Für die Wartung werden jährlich 500 bis 700 Euro fällig.

Info: Bußgeldkatalog

Werden an dieser Stelle die erlaubten 50 Stundenkilometer (km/h) um bis zu zehn km/h überschritten, werden laut Bußgeldkatalog 30 Euro fällig, bei elf bis 15 km/h 50 Euro und bei einer Überschreitung von 21 bis 25 km/h 115 Euro fällig. Ab 21 km/h kommt ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg hinzu. Der Führerschein könnte innerorts bei einer Überschreitung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 26 bis 30 km/h weg sein – sofern es die zweite Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 25 km/h innerhalb eines Jahres ist. Obendrauf kommt ein Bußgeld von 180 Euro. Der Lappen ist für einen Monat weg, wenn die Geschwindigkeit zwischen 81 und 90 km/h liegt. Hinzu kommen 260 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg. Die Bußgelder steigen mit der Geschwindigkeit an, der Höchstsatz von 800 Euro wird ab einer Geschwindigkeit von 121 km/h verlangt. Das Fahrverbot beträgt dann drei Monate.