Rettungswagen waren zeitweilig so stark ausgelastet, dass reguläre Krankentransporte weitgehend eingestellt werden mussten. Foto: © Thaut Images - stock.adobe.com

65 Verkehrsunfälle verzeichnete das Polizeipräsidium Pforzheim am Mittwoch aufgrund der eisglatten Straßen. Doch auch abseits des Fahrzeugverkehrs kam es zu Verletzten. Der Klinikverbund spricht von Hochbetrieb in den Notaufnahmen im Kreis Calw.

Am Mittwochmorgen lautete die Devise: Daheim bleiben, wenn es geht. Überfrierende Nässe sorgte für zahlreiche Verkehrsunfälle.

 

Das Blitzeis wirkte sich aber nicht nur auf den Fahrzeugverkehr, sondern auch auf die Krankenhäuser im Kreis Calw aus.

Wie Tobias Jakob, Sprecher des Klinikverbunds Südwest, auf Anfrage erklärte, seien die Notaufnahmen in Calw und Nagold aufgrund wetterbedingter Unfälle deutlich voller gewesen als üblich.

„Dort herrscht momentan Hochbetrieb“, so der Sprecher am frühen Nachmittag. „Die Palette reicht dabei von gebrochenen Handgelenken, Schultern und Hüften bis hin zu Kopfverletzungen.“ Überwiegend seien die Patienten gestürzt, „es sind aber auch Verletzungen durch Autounfälle darunter“, führte Jakob aus.

Immerhin: Rettungswagen hatten nach Kenntnis des Klinikverbundes keine größeren Probleme, durchzukommen. „Sie waren aber aufgrund von Glatteis-Einsätzen zeitweilig so stark ausgelastet, dass reguläre Krankentransporte weitgehend eingestellt werden mussten“, erklärte der Sprecher. Die Situation habe sich zum Nachmittag hin aber wieder normalisiert.

Auch einzelne Mitarbeiter der Kliniken seien durch das Glatteis beeinträchtigt gewesen, „allerdings nicht einem Maße, dass es in den Kliniken oder Notaufnahmen zu Engpässen gekommen wäre“, berichtete Jakob abschließend.