Der Historische Verein Oberschopfheim blickt auf ein sehr aktives Jahr zurück. Besonders stolz ist man auf die gut besuchte Sonderausstellung zur Sanierung des Dreiangels.
Der Vorsitzende Willi Ehret ist sehr zufrieden mit dem Arbeitseifer seiner Mitglieder und erklärt: „Vieles haben wir in diesem Jahr sehr gut umgesetzt.“ Zu Ende gegangen ist eine Sonderausstellung zur Sanierung des Dreiangels und das damit verbundene große Dorffest. An zwei Sonntagen war die Ausstellung geöffnet und hervorragend besucht. Mehr als 450 Leute sind gekommen.
Eigene Ausstellungsräume hat der Historische Verein zu diesem Zwecke nur im Heimatmuseum der Gemeinde Friesenheim in Oberweier. Aber dort hätten die vielen Fotografien nicht so schnell ihren Platz gefunden. Außerdem läuft im Heimatmuseum bereits die Sonderausstellung zur 100-jährigen Geschichte des Musikvereins Oberweier. Ergo kam Ortsvorsteher und zweiter Vorsitzender des Vereins, Michael Jäckle, ins Spiel. Er sorgte dafür, dass das noch nicht bezugsfertige Obergeschoss in der alten Volksbank kurzfristig zu einer kleinen Galerie umfunktioniert werden konnte.
Von den zahlreichen Besuchern sind einige auch zwei Mal in die Ausstellung gekommen. Viele Bilder wurden auch für das eigene Fotoalbum bestellt.
Oberschopfheimer suchten Verwandte auf den Fotos
Für zwei Sonntage hatte der Historische Verein Fotografien von Hubert Röderer ausgestellt. Auf mehr als 360 Bildern haben sich manche Oberschopfheimer entdeckt oder auch längst verstorbene Familienmitglieder oder Freunde betrachtet.
Der Historische Verein taucht nicht nur in die alte Geschichte der Kreuze ein, die bis zu 300 Jahre zurückliegt, er widmet sich auch der neueren Geschichte und lieferte aus diesem Grund erstmals ein Stück Kommunalgeschichte mit Fotos aus dem Jahr 1999. Aber nicht nur der Dreiangel wurde kernsaniert und zeigte sich als eines der großen Bauwerke.
In der St. Leodegarkirche brachte das Jahr 1999 auch eine neue Orgel und es wurde an den 26. Dezember 1999 erinnert, als Orkan Lothar über die Dächer und den Wald zog und diesen um mehr als die Hälfte zerstörte. Gesprochen wurde von einer Schadensfläche von 750 Hektar und einer reinen Kahlfläche von 430 Hektar. Nahezu zwei Millionen Bäume sind im Friesenheimer Wald dem Orkan zum Opfer gefallen. Außerdem haben die Mitglieder im Verein in diesem Jahr die Quelle ihres Trinkwassers unter die Lupe genommen und machten sich auf zur Exkursion.
Mitgliedsantrag spontan ausgefüllt
Ehret nutzte das Ende des zweiten Ausstellungssonntags, um im Verein das 100. Mitglied zu ehren. Lange habe er eine dreistellige Anzahl von Mitgliedern angestrebt. Dass zur Hauptversammlung die Dreistelligkeit nicht erreicht war, ließ ihn etwas enttäuscht zurück. Lothar Einsele fasste sich ein Herz und füllte den Mitgliedsantrag umgehend aus. Innerhalb von 14 Jahren ist Lothar Einsele nun das Mitglied-Nummer 100. Da sich seine Familie ohnehin sehr im Verein engagiere, Tochter Lena Einsele hat die Homepage geschaffen und frei geschaltet, habe er sich die Würdigung verdient, erklärte Ehret.
Im großen Kreis der Gäste verkündete er nicht nur die erfolgreiche Homepage, die immerhin schon, binnen eines Monats mehr als 400 Interessenten vermeldete. Erstmals hat der Historische Verein auch einen Flyer ausgearbeitet. Dieser lag nahezu noch druckfrisch zur Mitnahme bereit.
Der Flyer ist ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins unter Federführung von Hubert Röderer und Peter Ehrhard (siehe Info). Er stellt auch in der Gesamtheit die Aufgabe und Arbeitsweise des Historischen Vereins vor. Folglich war Ehret mit dem Jahr durchweg zufrieden. Neue Projekte wie die Restaurierung von Kreuzen werden angegangen. Sehr engagiert schreiben auch Mitglieder im Verein ihre Beiträge zum ersten Ortsfamilienbuch von Oberschopfheim.
Die Broschüre
Der Flyer des Historischen Vereins Oberschopfheim liegt in der Ortsverwaltung aus. Weitere Infos gibt es außerdem auf der Homepage der Historiker unter www.historischer-verein-oberschopfheim.de.