Unser Bild, zeigt (von links) Clemens Hug, Isabel Kling, Bernhard Bolkart, Hans Riesle, Felix Wentz und Dr. Konrad Rühl. Foto: Albert Bantle

Bei einer Art Gipfeltreffen in Sachen Landwirtschaft wurde Verständnis für die Herausforderungen der Branche geweckt.

Auf Einladung von Clemens Hug vom dreiköpfigen Kreisvorstandsteam Villingen des Badischen-Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) trafen sich Ministerialdirektorin Isabel Kling vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und der Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) Konrad Rühl zu einer Gesprächsrunde im Gasthaus „Zum Deutschen Jäger“ auf dem Windkapf.

 

Mit dabei waren neben Hug, Kling und Rühl zudem der Präsident des BLHV, Bernhard Bolkart, Felix Wentz vom Kreisvorstandesteam Villingen und Hans Riesle vom BLHV-Kreisvorstandsteam Donaueschingen. Der intensive, fachbezogene Austausch in kleiner Runde, diente zudem dem gegenseitigen Kennenlernen. Und: Es ging um die heimische Landwirtschaft.

Erfreulich viel Gespür

Die beiden Verwaltungsfachleute an der Spitze des Landesministeriums, die in enger Zusammenarbeit mit Minister Peter Hauk an maßgeblicher Stelle in Stuttgart die Geschicke der heimischen Landwirtschaft mitgestalten, erwiesen sich zur Freude der BLHV-Vertreter als Verwaltungsexperten mit viel fachlicher Erfahrung, aber auch menschlichem Gespür und Pragmatismus. Einig war man sich am Ende, dass sich die vorhandenen Probleme und Herausforderungen und auch der Spagat zwischen gesetzlichen Vorgaben und praktischer Umsetzung nur gemeinsam lösen lassen.

Die besprochenen Themen waren breit gestreut und reichten vom als dringend notwendig angesehenen Bürokratieabbau, der Biberproblematik bis hin zur gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union. Mit Blick auf das FAKT II-Förderprogramm, das seit der Einführung 2023 sehr gut angenommen wird, hatten die BLHV-Vertreter ein ganzes Bündel von konkreten Ergänzungs- und Verbesserungsvorschlägen im Gepäck, über die intensiv diskutiert wurde.

Mensch zu Mensch

Auch die vielen Vor-Ort-Kontrollen, die so manchen Landwirt an die psychische Belastungsgrenze bringen, waren Thema. Dabei war man sich einig, dass in diesem Bereich „Pragmatismus mit Augenmaß“ notwendig sei. Klar müsse sein, dass in diesem Bereich für beide Seiten heißen müsse „Mensch kommt zu Mensch“, betonte Kling. Wichtig sei es bei Problemen miteinander nach Lösungen zu suchen. Intensiv war der Austausch zwischen den BLHV-Vertretern und den ranghohen Vertretern des MLR.