Im Stadtteil Friedlingen werden zwei Gebäude für die Hilfsorganisationen DLRG und das DRK hergerichtet. Mit der Planung wurde ein Architekturbüro beauftragt.
Der Kultur-, Sport-, und Verwaltungsausschuss hat für eine finanzielle Unterstützung des Ausbaus des künftigen Domizils von DRK und DLRG am Rheinhafen grünes Licht erteilt.
Mit städtischen Zuwendungen für die beiden Organisationen in Höhe von jeweils 90 000 Euro soll der Gesamtaufwand in Höhe von 180 000 Euro für den Umbau der bisher industriell genutzten Hallen und Räume gemeinsam gestemmt werden.
In ihrer Vorstellung des Projekts richtete Oberbürgermeisterin Diana Stöcker den Blick noch einmal zurück ins vergangene Jahr. Demnach hat die Stadt Weil am Rhein am 7. Oktober ein Grundstück in der Mühlhause Straße 25 von der Rheinhafengesellschaft gekauft und die darauf befindlichen Gebäude für einen symbolischen Euro von der bisher dort ansässigen Firma Rhenus übernommen.
Auf dem Gelände mit einem kombinierten Hallen- und Bürobau sowie einer sogenannten Kalthalle sollen die Weiler Ortsgruppen der beiden Rettungs-Organisationen Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) künftig ein festes Domizil bekommen.
Im Spätsommer soll es losgehen
Vermutlich im Spätsommer, so hatte Stöcker es beim Neujahrsempfang des Stadtteilvereins Friedlingen angekündigt, könnten die neuen Räume in Betrieb genommen werden.
Sie werden den Organisationen für eine Laufzeit von 15 Jahren mit Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre zu einem Preis von 1000 Euro Kaltmiete im Jahr überlassen.
Räume wurden zurückgepachtet
Da der Logistikdienstleister Rhenus einen kleinen Teil des Gebäudes bis auf weiteres noch benötigt, hat es diesen bis zum 15. Juni zurückgepachtet.
Laut der Oberbürgermeisterin handelt es sich dabei um den zukünftigen Büro- und Gemeinschaftsraum des DRK.
Architekt plant und koordiniert
Die Stadt nimmt aus der Rückvermietung 27 500 Euro ein und bezahlt davon 25 000 Euro Honorar an ein Architekturbüro, das den Bauantrag ausarbeitet und die Baukoordination punktuell unterstützt. Im Rathaus gebe es dafür keine Kapazitäten, hielt Stöcker fest.
Der Umbau betrifft den Bürobau aus Beton und die Kalthalle gleichermaßen. So werden in der Kalthalle, die künftig von der DLRG für ihre Fahrzeuge genutzt wird, drei elektrische Rolltore eingebaut und das Fundament statisch ertüchtigt, wie Stöcker detailliert ausführte.
Umkleide- und Sanitärräume in Containern
In der Kalthalle sollen zudem mehrere Container als Umkleide- und Sanitärräume sowie als Trockenraum für nasse Einsatzkleidung Platz finden. Letzterer werde druckbelüftet, teilte Julian Krause von der DLRG auf den Einwand aus dem Ausschuss mit, wie denn die Feuchtigkeit von dort entweichen könne. Der stellvertretenden Leiter Einsatz der Weiler Ortsgruppe war als Vertreter der DLRG bei der Ausschusssitzung zu Gast.
Elektrische Rolltore werden eingebaut
Im Betonbau werde der Einbau zweier neuer Rolltoren fällig, fuhr Stöcker fort. Dort werde in erster Linie das DRK mit seinen Büro- und Ausbildungsräumen ansässig sein und seine Fahrzeuge in der Halle abstellen.
Aber auch der DLRG sollen weitere Räume auf der Westseite dieses Baus, im Erdgeschoss und im ersten Stock als Büro-, Lager- und Werkstatträume überlassen werden. Für beide Organisationen gibt es getrennte Eingänge.
Für die DLRG sind auf der West-, für das DRK auf der Ostseite Parkplätze für die Einsatzkräfte vorgesehen.
Schule übernimmt freiwerdende Räume
Mit der Schaffung des neuen Domizils verschafft die Stadt Weil am Rhein sich auch selbst räumlich Luft. Denn die ehemaligen Räume des DRK beim Kindergarten Bärenfels in Friedlingen werden dringend für die Erweiterung der Rheinschule gebraucht.
Zusätzlich zu der Unterstützung durch die Stadt erbringen die beiden Ortsgruppen Eigenbeiträge sowohl finanziell als auch in Form eigener Arbeit, etwa bei der Ausstattung und Inneneinrichtung der Räume. Sie freue sich, dass sich handwerklich Begabte, aber auch Berufshandwerker unter den Engagierten tatkräftig einbringen wollen, betonte Diana Stöcker.
Um Spenden wird gebeten
Um die finanzielle Mittel aufbringen zu können, bitten beide Organisationen um Spenden, informierten DRK-Vertreter Klaus-Michael Effert und Julian Krause im Ausschuss. Er würde sich freuen, wenn neben der Stadt Weil am Rhein auch der Landkreis Lörrach einen Teil der entstehenden Kosten übernehmen würde, merkte Ausschussmitglied Eugen Katzenstein (UFW) an. Beide Organisationen seien als Teil des Katastrophenschutzes über Weil am Rhein hinaus wirksam.
Informationen und Kontakt für Spenden: https://weil-am-rhein.dlrg.de/,