Zum fünften Mal reihten sich beim Blaulichttag auf dem Vorplatz der Insel Informations- und Aktionsstände der Weiler Hilfsorganisationen auf.
Viele Einkäufer, die an diesem Samstagvormittag in die Insel kamen, kamen vielleicht sogar deshalb. Andere waren überrascht von dem, was da zu sehen war.
Gleich vorn stand die Freiwillige Feuerwehr Weil am Rhein. Sie hatte ein Löschfahrzeug und einen Wechselträgerwagen mitgebracht. Das größte Auto der Weiler Feuerwehr kann nach Bedarf mit wechselnden Ladeflächen ausgestattet werden. Der besondere Vorzug dieses Wagens ist der hohe Kran, mit dem zum Beispiel von einem Brandort störende Großgegenstände verladen und weggefahren werden können. All das, was damit möglich ist, erklärten die etwa 30 anwesenden Feuerwehrleute den interessierteren Besuchern. Natürlich fand auch die umfangreiche Ausstattung des Löschfahrzeuges die Aufmerksamkeit der Gäste. Viel mehr als Feuer löschen lässt sich damit erledigen.
Schauübung zeigt Vorgehen beim Verkehrsunfall
Was die Kameraden alles können, führten sie am späten Vormittag bei einer Rettungsübung vor. Angenommen war, dass nach einem Verkehrsunfall eine schwer verletzte Person in einem Auto eingeklemmt sei. Björn Wiessler, Kommandant der Feuerwehr-Abteilung Stadt erklärte dabei die vielseitigen Anforderungen und Abläufe. Bei allem Zeitdruck, der in einer solchen Rettungssituation besteht, muss der Eigenschutz der Helfer gut bedacht werden. Mit hydraulischen Spreizern und Scheren öffneten die Feuerwehrleute das Auto, um die verletzte Person ohne weitere Schäden heraus zu holen. Neben dicken Handschuhen kamen auch Schutzscheiben gegen mögliche Splitterungen und schnittfeste Abdeckfolien an freigelegten scharfen Kanten zum Einsatz. Ein Beispiel perfekten Zusammenwirkens mit dem Roten Kreuz war diese Vorführung.
Während draußen noch Scheiben und Dach des Autos entfernt wurde, kümmerte sich im Autowrack bereits ein Rotkreuzhelfer darum, dass die verletzte Person versorgt wurde mit Sauerstoff, Druckverband und anderen lebenssichernden Maßnahmen. Gerade in solche Handlungen, die bei Notfällen als erste erforderlich sind, gab das Rote Kreuz Einblicke.
Oberbürgermeisterin Diana Stöcker kam auch gleich nach Beginn vorbei und hatte beim DRK mal eine Herzdruckmassage probiert. Schließlich könne solche Hilfe ganz dringend im Alltag erforderlich werden, meinte sie. Wissen was dann zu tun ist und ohne Angst zu handeln sollte eben für alle möglich sein. Überhaupt wolle sie mal danke sagen für die vielfältigen Hilfeleistungen, die allesamt ehrenamtlich durch Bürger der Stadt vollbracht wurden. Umstehende sähen zwar bei Notfällen, wie gut und umfangreich Hilfeleistungen ablaufen, doch wie viel Aufwand für Ausbildung und Übungen vorher erforderlich sind, falle dabei nicht auf. Ihr großer Respekt gelte allen Einwohnern, die sich für die Hilfe an anderen engagieren, meinte die Oberbürgermeisterin.
Krankenwagen und Bärenklinik
Das DRK hatte noch einen Krankenwagen mitgebracht. Vor allem Kindern helfe es, einmal hinein zu gehen und zu sehen, was da alles bereits steht, denn viele hätten Angst vor diesen Autos, meinte Bereitschaftsleiterin Elena Wlaschnyk. 30 Kameraden waren mitgekommen, um Anregungen und Hinweise zur Ersten Hilfe zu geben. Bei den Kindern fand die kleine Bärenklinik wieder viel Zuspruch.
DLRG stellt Rettungsboot und Strömungsretter vor
Mit etwas weniger Aufwand als im Vorjahr war die Ortsgruppe des Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)gekommen. Sie informierte über ihre Einsätze in den hiesigen Fließgewässern. Ein Schutzanzug war ausgestellt als wichtige Ausstattung für Rettungskräfte, zu denen auch speziell ausgebildete Strömungsretter gehören. Viel Aufmerksamkeit fand das Motorboot der DLRG, gern genutzt von den Besuchern, um dessen Ausrüstung mal aus der Nähe anzusehen.
Alexander Liebscher, Centermanager der Insel, war sehr zufrieden mit dem Zuspruch zum Blaulichttag. Das Einkaufscenter Insel spendete 5000 Euro zur Unterstützung der Blaulichtorganisationen.