Die Zukunft des Rheinhafens in Weil am Rhein liegt im Containerterminal (Bild) und im Hafen Nord. Im südlichen Bereich werden Flächen frei, von denen die Stadt, die DLRG und der DRK profitieren können. Foto: Simone Staron

Zufriedenheit bei DRK und DLRG, die im Rheinhafen in Weil am Rhein eine neue Heimat finden. „Es läuft“, vermeldet Oberbürgermeisterin Diana Stöcker kurz vor der Weihnachtspause.

Beim DRK war der Beschluss bereits gefallen, beim DLRG signalisierten die Mitglieder im Sommer in einer außerordentlichen Versammlung ihre Zustimmung für diese Lösung: Die Stadt kauft das Grundstück im Rheinhafen in Weil am Rhein für die beiden Blaulichtorganisationen, 65 000 Euro werden in die Umrüstung des neuen Domizils investiert.

 

Oberbürgermeisterin Diana Stöcker hatte sich bei dieser Versammlung mehrfach über die Lösung der problematischen Standortsituation der DLRG-Ortsgruppe und des DRK-Ortsvereins erfreut gezeigt. Grund: Die jetzigen Räume seien rudimentär, die Fahrzeuge an verschiedenen Orten in der Stadt untergebracht. Auch der Gemeinderat stehe voll hinter der Entscheidung.

Der Vertrag mit der Rheinhafen-Gesellschaft als Grundstücksbesitzer sei fertig. Doch weil Rhenus die Räume aktuell noch brauche, gibt es eine Übergangsvereinbarung. Für beide Vereine gelten die gleichen Bedingungen.

In der jüngsten Sitzung des Kultur-, Sport und Verwaltungsausschusses hatte Gemeinderat René Winzer nachgefragt, was denn nun „mit den neuen Räumen fürs DRK und DLRG geworden ist, man hört gar nichts mehr“. Oberbürgermeisterin Diana Stöcker stellte fest, dass dies eigentlich ein gutes Zeichen sei und brachte ihn auf Stand: Noch vor Weihnachten will die Stadt das Grundstück im Rheinhafen kaufen, das Ergebnis der Kostenplanungen für die Gebäudeanpassungen werde für Januar erwartet. „Läuft“, sagt Stöcker, „aber wir beschließen das im nächsten Jahr noch.“

Seit 1987 habe sich an der Raumsituation nichts geändert, hatte DLRG-Vorsitzender Dominik Pätz bei der außerordentlichen Versammlung im Sommer erklärt. In Unterkünften beim „Laguna“ und in Otterbach befänden sich die Fahrzeuge und das Materiallager.

Akute Raum- und Platznot

Akute Raum- und Platznot machten dem DLRG seit Jahren zu schaffen. Im April sei der neue Standort besichtigt worden: rund 1700 Quadratmeter in einer zweistöckigen Halle aus den 1990er Jahren. Bisher war dort die Firma „Rhenus“ ansässig. Die Tatsache, dass der Pachtvertrag auslaufe und „Rhenus“ die Halle abreißen müsste, wertete Stöcker als „glücklichen Zufall“.

Die Prüfung des Gebäudes habe ergeben, dass es ein solider Betonbau mit robustem Aufbau sei - ohne Heizung, aber trocken. Handwerker und Brandschutzexperten haben bestätigt, dass die nötigen Umbauarbeiten machbar seien. DLRG und DRK sollen je einen eigenen Eingang bekommen. Ein Dutzend einzelner Schritte seien für die Umrüstung nötig, darunter drei neue Sektionaltore und Fluchttüren.

Drei Container als größter Posten

Angeschafft werden sollen drei Container für rund 45 000 Euro. Damit sind sie der größte Posten der Investition von 65 000 Euro für die Umrüstung. Der Rest sei für Handwerkerleistungen gedacht. Eventuell gebe es Zuschüsse vom Landesverband, allerdings spiele dabei die Frage nach dem „Wann“ eine Rolle.

Ein Trockenraum fehlt bisher

Die drei Container sollen in der Halle aufgestellt werden. Sie seien isoliert und beheizbar, was ein wichtiger Punkt für die Wasserrettung sei, die jedes Gewässer bis zum Nonnenmattweiher betreue und auch für Einsätze im Rhein bei Basel ausrücke. Bisher fehlt dem Verein ein Trockenraum. Die Raumeinheiten dienten der Aus- und Fortbildung, Einsätzen, der Jugend und dem Vereinsleben.