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Blaulicht vom 28. Februar Seniorin fällt auf "Enkeltrick" rein

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Eine 77-Jährige ist am Donnerstag in Rottenburg (Kreis Tübingen) auf eine Betrügerbande reingefallen. (Symbolfoto) Foto: Pixabay

Rottenburg: Eine 77-Jährige ist am Donnerstag in Rottenburg (Kreis Tübingen) auf eine Betrügerbande reingefallen. 

Die Seniorin bekam um 14 Uhr einen Anruf von einem Betrüger. Dieser gab sich als ihren Neffen aus und baten sie um Geld für einen Immobilienkauf aus einer Zwangsversteigerung. Fatalerweise hatte der richtige Neffe der Seniorin vor Kurzem tatsächlich Geld für einen Immobilienkauf benötigt und daher erschien der Frau die Forderung plausibel.

Die 77-Jährige erzählte dem Anrufer, wie viel Bargeld und was sie an Schmuck zuhause hat. Damit war der Betrüger zufrieden und beendete das Gespräch. Kurze Zeit später bekam die Frau einen Anruf von einem angeblichen "Gerhard Maier" vom Landeskriminalamt (LKA).
Der zweite Anrufer berichtete der Frau, dass sie einem Verbrecher auf der Spur seien und wüssten, dass dieser gerade bei ihr angerufen hätte. Das LKA benötige jetzt ihre Mithilfe, um den Täter festzunehmen, hieß es weiter. Um die Frau zu überzeugen, wies "Gerhard Maier" die Seniorin an, sie solle doch die Tastenkombination *110 wählen. Die 77-Jährige tat wie geheißen. Sie landete telefonisch bei einer Frau, die sich mit "Polizei" meldete und dann mit ihrem angeblichen Kollegen des Landeskriminalamts verband. Der Betrüger vereinbarte mit der Frau, dass sie das Geld und den Schmuck unter einem Fahrzeug am Stadtrand von Rottenburg deponiert. Angeblich, damit die Beamten des LKA den Betrüger festnehmen können. 

Die Frau tat dies und wartete am Abend vergeblich darauf, dass "Gerhard Maier" ihr die Wertgegenstände wieder zurückbringt und die Anzeige aufnimmt. Als er nicht kam, erzählte die Frau ihrer Familie, was passiert war und zeigte den Betrug bei der Polizei an.

Die Polizei warnt vor diesen Betrügern und rät:

- Fragen Sie genau nach, wenn sich ein unbekannter, angeblicher Angehöriger oder Bekannter meldet und von sich aus seinen Namen nicht nennt. Bieten Sie dem Anrufer auf keinen Fall einen         Namen an, den er dann nutzen kann, um weiter Ihr Vertrauen zu erschleichen.

- Notieren Sie sich auf jeden Fall die Telefonnummer des Anrufers und überprüfen Sie seine Angaben mit Hilfe Ihrer Angehörigen. Wenn jemand wirklich Hilfe braucht, wird er Verständnis dafür haben, wenn Sie sein Anliegen überprüfen und jemanden zu Rate ziehen.

- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

- Übergeben oder überweisen Sie nie Geld einem Fremden, egal für wen er sich ausgibt oder in wessen Auftrag er angeblich handelt.

- Wenn sich der Verdacht ergibt, dass es sich um einen betrügerischen Anruf handelt, melden Sie diesen unverzüglich der Polizei.

Weitere Tipps und Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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