Weil er mit seinem gefälschten Ausweis prahlte, hat sich ein 56-Jähriger eine polizeiliche Durchsuchung seiner Wohnung eingehandelt. (Symbolbild) Foto: dpa

56-Jähriger muss künftig mit amtlichem Ausweis reisen und weitere Polizeimeldungen aus der Region.

Rheinfelden: Dumm gelaufen. Weil er in den Medien mit seinem gefälschten Pass prahlte, handelte sich ein Reichsbürger in Rheinfelden (Kreis Lörrach) eine polizeiliche Durchsuchung seiner Wohnung ein.

Der 56-Jährige hatte den gefälschten Pass vom "Deutschen Reich" als amtliches Dokument verwendet. Mit ihm soll er international gereist sein, unter anderem regelmäßig im deutsch-schweizerischen Grenzverkehr. Dies ging offenbar gut - bis der Mann in Medien mit dem falschen Dokument prahlte. Und mit seinen öffentlichkeitswirksamen Äußerungen Polizei und Staatsanwaltschaft auf den Plan rief. Zu den Ergebnissen der Durchsuchung machten die Behörden bislang keine Angaben.

Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe fort. Sie sprechen Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Weil viele von ihnen als gewaltbereit gelten und im Besitz von Waffen sind, rückte die Polizei am Dienstag in Rheinfelden mit Beamten einer Spezialeinheit an. Die Aktion verlief den Angaben zufolge ohne Zwischenfälle.

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