Eine Schülerin hat in Calw den Brandmelder ausgelöst, weil sie ihn mit Deo besprüht hatte - laut Polizei vermutlich vorsätzlich. (Symbolfoto) Foto: dpa

Zwölfjährige ruft in Schule 17 Feuerwehrleute auf den Plan und weitere Polizeiberichte aus der Region.

Calw: Bereits zum zweiten Mal hat am Montagnachmittag eine Deo-Sprühaktion die Brandmeldeanlage in der Walter-Lindner-Sporthalle in Calw ausgelöst.

Im aktuellen Fall hat ein zwölfjähriges Mädchen laut Polizei vermutlich vorsätzlich die Notlage durch das Vernebeln des Brandmelders mit Deo vorgetäuscht. Wieder einmal rückten mehrere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei aus, um im schlimmsten Fall Menschenleben retten zu müssen.

Noch lebhaft in Erinnerung sind größere Brände in der Region, wie im November dieses Jahres in Hirsau oder im Jahr 2009 in der Erlacher Höhe, bei denen mehrere Menschen ihr Leben in den Flammen verloren.

Da die große Kreisstadt Calw über keine Berufsfeuerwehr verfügt, werden die freiwilligen Kräfte größtenteils an ihrem Arbeitsplatz informiert und eilen zum Einsatz. Auf der Anfahrt werden Sonder-und Wegerechte gebraucht, um möglichst schnell am Ort des Geschehens einzutreffen. Dabei kann es zu Gefahren für die Hilfeleistenden sowie für andere Verkehrsteilnehmer kommen.

Im aktuellen Fall in Calw, bei dem allein von der Feuerwehr 17 Helfer mit vier Fahrzeugen vor Ort waren, wurde deren größtenteils freiwillige Einsatzbereitschaft schamlos ausgenutzt. Und wofür? Für vermeintlichen Ruhm in der Klasse oder bei den Freunden? Diese Frage kann lediglich das zwölfjährige Mädchen beantworten, das nach dem Einsatz von verständnislosen Polizisten den Eltern übergeben wurde.

Falls dem jungen Mädchen vorsätzliches Handeln nachgewiesen werden kann, besteht die Möglichkeit sie für die entstandenen Kosten haftbar zu machen. An dieser Stelle sind auch die Eltern gefragt, so die Polizei. Sie sollten ihre Kinder über die Gefahren und die möglichen Kosten aufklären, die ein solches Verhalten mit sich bringen kann. 

Calw: Mehrfach Reifen zerstochen

Calw-Wimberg: Ein Unbekannter hat wiederholt den Vorderreifen eines auf einem Stellplatz im Speßhardter Weg in Wimberg (Kreis Calw) geparkten Opels zerstochen. 

Das erste Mal schlug der Täter am 1. Dezember zu, das zweite Mal am vergangenen Sonntag oder Montag.

Zeugen, die hierzu Angaben machen können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Calw unter der Telefonnummer 07051/1610 zu melden. 

Freudenstadt: Schockanrufer treiben ihr Unwesen

Freudenstadt: Am Dienstag sind zwei Frauen und ein Mann im Kreis Freudenstadt von Trickbetrügern angerufen worden. 

Eine 25-jährige Russin aus Ihlingen (Kreis Freudenstadt) wurde von einer männlichen Person in russischer Sprache angerufen. Der Mann teilte der Frau mit,  dass ihre Mutter ein Kind gestoßen und dieses schwer verletzt hätte. Er sei der Anwalt und würde die Interessen des verletzten Kindes vertreten. Als der Mann fragte, wie viel Geld die 25-Jährige im Haus habe, beendete sie das Gespräch. Auf dem Display des Telefons war die Vorwahl von Litauen 0037 zu erkennen.

Nur etwa zwei Stunden später erhielt eine 35-jährige, ebenfalls aus Russland stammende Frau in Freudenstadt einen Anruf von einem russisch sprechenden Mann, der 15.000 Euro von ihr forderte.

Der Mann behauptete, ihre Mutter sei angeblich in einen Unfall verwickelt gewesen und habe ein Kind verletzt. Damit auf eine Anzeige verzichtet werde, solle sie nun 15.000 Euro bezahlen. Auch diese Frau hat sofort aufgelegt.

Ebenfalls am Dienstag erhielt ein 56-jähriger Mann aus Horb (Kreis Freudenstadt) einen Anruf von einem angeblichen Notar.

Dieser gab an, dass der 56-Jährige bei einem Gewinnspiel 18.000 Euro gewonnen hätte. Um den Gewinn zu erhalten, müsse er einer Geldtransportfirma anrufen. Als der Mann dies machte, wurde ihm mitgeteilt, dass er vier "Pay Safe Karten" zu je 100 Euro kaufen solle und diese dann dem Geldtransportfahrer bei der Geldübergabe übergeben. Der Sachverhalt kam dem 56-Jährigen seltsam vor. Er erstattete Anzeige bei der Polizei.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die beiden Telefonnummern weder zu einem Notariat noch zu einer Geldtransportfirma gehören. Die Polizei vermutet, dass es sich um eine betrügerische Masche handelt um an die 400 Euro des Geschädigten zu bekommen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. 

Loßburg: Unbekannte brechen in Kirche ein

Loßburg: Am Montagnachmittag sind unbekannte Täter in Loßburg (Kreis Freudenstadt) in die Versöhnungskirche eingebrochen. 

Die Unbekannten verschafften sich zwischen 15 und 16 Uhr während der Öffnungszeit Zugang in die Räumlichkeiten der Versöhnungskirche. Aus einem unverschlossenen Schrank klauten die Einbrecher etwa 60 Euro.

Die Polizei vermutet, dass die Tat in Zusammenhang mit einem weiteren Einbruch in eine kirchliche Einrichtung in der Lilienstraße in Loßburg steht. Dort ließ sich der Täter einschließen.

Hinweise nimmt der Polizeiposten Alpirsbach, Telefon 07444/9561390, entgegen. 

Dornstetten: Drei Verletzte nach Zusammenstoß auf B 28

Dornstetten-Hallwangen: Am Montagabend sind bei einem Zusammenstoß auf der B 28 in Hallwangen (Kreis Freudenstadt) drei Personen verletzt worden. 

Eine 72-jährige Golf-Fahrerin fuhr auf der B 28 von Freudenstadt in Richtung Hallwangen. An der Kreuzung Hallwangen/Erzgrube wollte sie nach links abbiegen. Dabei unterschätzte sie vermutlich die Geschwindigkeit einer aus Richtung Pfalzgrafenweiler entgegenkommenden Autofahrerin.

Es kam zur Kollision der beiden Autos, drei Insassen wurden verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden im Wert von 15.000 Euro. 

Furtwangen: Auto überschlägt sich - 20-Jähriger verletzt

Furtwangen: In der Nacht auf Mittwoch ist ein 20-jähriger Twingo-Fahrer in Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis) von der Fahrbahn abgekommen und hat sich überschlagen. 

In einer Linkskurve in der Bregstraße verlor der 20-Jährige aufgrund Reifglätte und alkoholischer Beeinflussung die Kontrolle über sein Auto. Der junge Mann rutschte mit dem Fahrzeugheck seitlich gegen einen Schneehaufen und überschlug sich.

Ein Alkoholtest ergab 1,15 Promille. Dem 20-Jährigen wurde Blut abgenommen. An seinem Fahrzeug entstand Totalschaden in Höhe von 4000 Euro.

Rottweil: Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der A 81

Rottweil: Bei mehreren Auffahrunfällen auf der A 81 zwischen Rottweil und Oberndorf (Kreis Rottweil) sind am Dienstag ein Mann und eine Frau schwer verletzt worden.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 10.45 Uhr, als ein Autofahrer aus Unachtsamkeit auf ein vorausfahrendes Auto auffuhr. Es bildete sich ein Rückstau.

Der nächste Auffahrunfall ereignete sich wenigen Minuten später. Eine 32-jährige Autofahrerin bemerkte den Rückstaub zu spät, kam ins Schleudern und prallte seitlich unter einen Sattelzug. Durch die Wucht des Aufpralles wurde die Frau in ihrem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die 32-Jährige kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Zwischenzeitlich hatte sich ein Rückstau von fast zehn Kilometern gebildet.

Kurz vor 14 Uhr fuhr ein 38-jähriger Autofahrer ungebremst auf einen vor ihm, im Stau stehenden Sattelzug auf. Der 38-Jährige kam ebenfalls mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Als Ursache für alle Unfälle vermutet die Polizei zu hohe Geschwindigkeit und Unachtsamkeit.

Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro. Während der Azfräumarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Stuttgart kurzfristig mehrmals gesperrt werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: