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Blaulicht vom 10. Juli Schwarzwald-Baar-Kreis: Warnung vor Schockanrufen

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Schwarzwald-Baar-Kreis: Nachdem die Polizei bereits mehrfach vor dem „Enkeltrick“ und „Russischen Schockanrufen“ gewarnt hat, wurden jetzt weitere Fälle bekannt, bei denen die Täter am Telefon durch Vorgaukeln windiger Geschichten versuchen an das Geld vorwiegend älterer, hilfsbereiter Menschen zu kommen. 

Seit Anfang Juni liegen den Ermittlern im Schwarzwald-Baar-Kreis zehn Anzeigen vor, wo Betrüger durch „Russische Schockanrufe“ versuchten, sich das Ersparte der Angerufenen zu ergaunern. Bei drei Taten ist es gelungen. Der Schaden:  12.000 Euro. In sieben Fällen blieb es beim Versuch. Opfer sind immer ältere Menschen und in diesem Fall russisch sprechende Frauen. Wie die Betrüger diese auswählen ist bisher nicht bekannt.

Anrufer fordern hohe Summen an Bargeld

Die Masche hingegen meist dieselbe, wie im Fall der 76-jährigen Frau in Villingen und der 83-Jährigen in Bad Dürrheim, die angeblich Anrufe von ihren Söhnen erhielten. Diese sprachen sehr undeutlich und gaben vor, sie seien die Treppe heruntergefallen. Ihnen würden deshalb Zähne fehlen und die Lippen seien aufgeschlagen. Beim Treppensturz hätten sie ein kleines Mädchen verletzt und müssten jetzt die Kosten für die anstehende Operation aufbringen. Es wurden Summen in Höhe von 30.000 Euro und 17.000 Euro gefordert. Ein Anwalt, der weder Deutsch noch russisch spreche, wäre bereits auf dem Weg, um das Geld in Empfang zu nehmen. Beide Frauen wollten helfen, fielen auf die Geschichte herein und übergaben einem ihnen fremden Mann ihr Erspartes in Höhe von über 5000 Euro im einen und in Höhe von über 3000 Euro im anderen Fall.

Am Dienstag dieser Woche gelangten die Betrüger in Mönchweiler mit einer anderen Geschichte zum Erfolg. Hier war es angeblich die Tochter, die anrief und am Telefonhörer nur ein Stöhnen hevorbrachte. Der russisch sprechende Anrufer verlangte zur Abwendung eines anstehenden, mehrtägigen Arrestes Bargeld. Und auch hier zahlte die angerufene 61-jährige über 3000 Euro aus.

Wie dreist die Täter vorgehen zeigt sich daran, dass bei der letzten Tat bereits während des Telefonats der Geldabholer an der Haustüre stand und klingelte. Die Geschichten und die Verwandtschaftsgrade zu den Angerufenen variieren und wie sich im Fall des sogenannten „Enkeltricks“ zeigt, legen sich die Täter auch nicht auf eine bestimmte Personengruppe fest. Betroffen kann also jeder sein und am Ende steht oft der schmerzhafte Verlust einer größeren Summe von Bargeld.

Um diese betrügerischen Kriminalitätsformen zu vereiteln, rät die Polizei deshalb zur Vorsicht:

Seien sie gegenüber fremden Personen am Telefon oder der Haustüre misstrauisch.

Gehen sie nicht auf Forderungen ein, lassen sie keine Fremden ins Haus.

Setzen sie sich mit der Polizei oder Angehörigen in Verbindung.

Notieren Sie sich die Telefonnummer des Anrufers ohne zurückzurufen.

Weitere Verhaltenshinweise finden sie unter www.polizei-beratung.de.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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