Für ein beeindruckendes Schauspiel sorgten die Sicherheits- und Rettungskräfte in Rümmingen als Startpunkt der Aktion. Foto: Ines Bode

Von funkelnden Goldflittervorhängen über Lichterketten, die das ganze Fahrzeug umspannten bis hin zu einer bunten weihnachtlichen Szene war alles dabei.

Publikumswirksam ging die „Blaulicht – Adventsfahrt der Sicherheits- und Rettungskräfte“ durchs Kandertal. Die Helfer der Blaulichtfamilie bekamen dabei großen Zuspruch.

 

„Vielen Dank für die Adventsfahrt mit den geschmückten Wagen“, zollten Bürger im vergangenen Jahr Anerkennung für den aufsehen-erregenden Umzug durch die Dörfer. Das Anliegen der Veranstalter ist dasselbe geblieben: „Stellen Sie sich vor, Sie brauchen Hilfe und niemand nimmt sich Zeit. Werden Sie Teil der Blaulichtfamilie!“, werben die Mitglieder der Feuerwehren und Polizei, vom DRK und der DLRG, vom THW und der Bergwacht, von der Rettungshundestaffel und vom Zoll. Darüber hinaus möchten die Rettungs- und Sicherheitskräfte auf ihre Weise mit einer Blaulicht-Lichterkette „Schöne Weihnachten“ wünschen.

Lichterketten

So wurde der Feierabend vor dem Heiligen Abend erneut durch den langen unübersehbaren Konvoi bereichert. Und die Beteiligten hatten sich mächtig ins Zeug geworfen, um ihre Kolosse auf vier Rädern mit Glanz zu versehen. Einen tonnenschweren Gerätewagen des Technischen Hilfswerks säumten bis zur höchsten Kante meterweise Lichterketten. Kleinere Fahrzeuge, etwa vom Roten Kreuz, waren mit Leuchtbildern oder -schlangen verziert. Die lautstarken Klänge aus dem Fahrerhaus der Drehleiter sorgten dafür, dass die Aktion auch dem Letzten im Dorf nicht entging. Aus einem anderen Lautsprecher erklang der alte Weihnachtshit „Have yourself a merry little Christmas“, eine immergrüne Botschaft, die zum Motto passte.

Weihnachtsmann im Rettungsboot

Das vergleichweise kleine Rettungsboot der DLRG Weil am Rhein stach wohl jedem ins Auge: Am Steuer eine rotbefrackte Figur, der Weihnachtsmann grüßte, Rudolph zog brav seinen Schlitten und grün-blaue Lichter sorgten für den letzten Schliff.

Der Weihnachtsmann fuhr auf dem DLRG-Boot mit. Foto: Ines Bode

Wer genauer hinsah, bemerkte, dass einige Wagen voll besetzt waren. Stephan Matt, der Einsatzleiter der Weiler DLRG-Ortsgruppe, informierte interessierte Bürger über die Route: Vom Rümminger Gewerbegebiet ziehe der Tross einmal durchs obere Dorf, um am Dorfplatz vorbeizufahren, und in Richtung Wittlingen abzubiegen. Weiter gehe es nach Schallbach, Fischingen, Eimeldingen und Binzen, um wiederum im Rümminger Gewerbegebiet zu landen.

Zuschauer am Straßenrand

Dort hatten sich eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start die Beteiligten eingefunden, mit dabei waren etwa Abordnungen aus Lörrach, etwa von der DLRG. Ein Anwohner sieht sich das Großaufgebot aus der Nähe an, und auch im Ortszentrum versammeln sich die ersten Zuschauer am Straßenrand.

Erstmals Verpflegung

Währenddessen waren die Wienerle in den Töpfen am Verpflegungsstand auf dem Dorfplatz bereits heiß. Erstmals werde Essen angeboten, erzählt eine Helferin, die das Team der Rümminger Feuerwehrfrauen unterstützt. „Im vergangenen Jahr wurde feste Nahrung vom Publikum vermisst.“

Punkt achtzehn Uhr ist der Platz voller Menschen, darunter viele Kinder. Vor allem seien es laut Stephan Matt die Jüngsten, die sich für den ziemlich spektakulären Weihnachtszug begeistern. Zur Frage, ob mit der Aktion neue Mitglieder rekrutiert werden, sagt er: Eher nicht. Werbung funktioniere besser mit Info-Ständen. So seien beim Rümminger Fest anlässlich des Feuerwehr-Jubiläums zwei neue Mitstreiter hinzugekommen.