Ein Fall von Internet-Betrug beschäftigt die Polizei in Stuttgart. Foto: dpa/Symbolbild

Ein 73-jähriger Stuttgarter bekommt Nachricht über eine angebliche Erbschaft und überweist gutgläubig zehntausende Euro - anscheinend für Gebühren und Steuern - an eine spanische Bank. Später merkt er, dass er betrogen wurde - diese und weitere Meldungen der Polizei aus Stuttgart.

Stuttgart: Ein 73 Jahre alter Stuttgarter ist Opfer der sogenannten Nigeria-Connection, einer Online-Betrugsmasche, und um mehrere zehntausend Euro betrogen geworden.

Der 73-Jährige wurde laut Polizei im Juli per E-Mail über eine angebliche Erbschaft in Höhe von 16 Millionen US-Dollar benachrichtigt. Anschließend flog er nach Madrid und ließ sich bei einem angeblichen Anwalt überzeugen. Daraufhin überwies er zunächst arglos mehrere zehntausend Euro an eine spanische Bank, um angebliche Steuern und Transaktionskosten zu bezahlen.

Erst als eine weitere Geldforderung eines „Anwaltsbüros“ aus den USA in Höhe von über 100.000 US-Dollar einging, wurde der 73-Jährige misstrauisch und erstattete Anzeige.

Unter "Nigeria-Connection" versteht die Polizei Betrugsfälle, bei denen Opfern - oft von Tätern aus dem Ausland - Gewinnversprechen gemacht oder Erbschaften versprochen werden. Das Resultat ist stets dasselbe: Die Opfer überweisen angebliche Gebühren oder Steuern und sehen ihr Geld nie wieder.

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