Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Polizei in Kirchheim unter Teck eine mutmaßliche Brandstifterin festgenommen. Foto: dpa/Symbolbild

Zuerst war man von einem technischen Defekt ausgegangen, nun macht die Polizei im Falle des Brandes in einer Spielhalle in Kirchheim unter Teck eine Mitarbeiterin verantwortlich - diese und weitere Meldungen der Polizei aus der Region Stuttgart.

Kirchheim unter Teck: Nach dem Brand einer Spielhalle in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) Ende November hat die Polizei nun die mutmaßliche Brandstifterin festgenommen.

Wie die Beamten melden, soll die 42-jährige Mitarbeiterin der Spielhalle in der Gaußstraße das Feuer selbst gelegt haben. In der betreffenden Nacht waren Bewohner des Gebäudes gegen 4.30 Uhr durch die Alarmanlage der Spielhalle wach geworden und hatten, als sie Brandgeruch bemerkten, die Feuerwehr alarmiert und das Haus verlassen. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, noch bevor größerer Schaden entstand. Da das Feuer im Bereich einer Kaffeemaschine und eines Sicherungskastens des Spielcasinos ausbrach, wurde zunächst ein technischer Defekt als Ursache vermutet.

Brandermittler der Kriminaltechnik entdeckten jedoch an verschiedenen Stellen Papierrückstände und sogar noch eine unversehrte, augenscheinlich präparierte Papierschachtel. Bei der Befragung des Personals - insbesondere der alleine in der Spielhalle anwesenden Verdächtigen - ergaben sich zahlreiche Ungereimtheiten. Letztendlich konnte nachvollzogen werden, dass die Angestellte erst nach Ausbruch des Brandes das Haus verlassen hatte.

Die Verdächtige soll das Feuer gelegt haben, um zu vertuschen, dass sie einen größeren Geldbetrag gestohlen hatte. Die Frau kam in Haft.

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