Ein Abend voller Emotionen: Beim Frühjahrskonzert „Musik und mehr“ begeisterte der Musikverein Wittelbach das Publikum.
Ein rundum gelungener „Feel-Good“ Abend – der Titel war tatsächlich auch Teil des Konzertprogramms: Der Musikverein Wittelbach unter der Leitung von Dirigent Clemens Meyer bot seinem Publikum am Samstagabend ein besonderes Erlebnis. Mit der fünften Ausgabe des Frühjahrskonzerts „Musik und mehr“ nahm das Orchester die Zuhörer mit auf eine Reise durch Jahrzehnte der Rock- und Popklassiker – mit Stücken, die Musikgeschichte geschrieben haben und für emotionale Momente sorgten.
Außergewöhnlich war dabei vor allem der Mut des Blasorchesters, sich in ein eher ungewohntes Terrain zu wagen. Eine ungewöhnliche Kombination, die dank starker Solostimmen hervorragend funktionierte und das Publikum begeisterte.
Eröffnet wurde der Abend mit dem Stück „Celebration Fanfare“ von Steven Reineke. Aufgrund seines festlichen Charakters war es der perfekte Auftakt: brillant, imposant und zugleich eine musikalische Einladung zu dem, was noch folgen sollte. Danach folgte ein Medley der Band Toto mit der Gastsängerin Sonja Himmelsbach. Sie überzeugte zudem mit dem Stück „Live and Let Die“, das Paul und Linda McCartney als Titelsong für den gleichnamigen James-Bond-Film komponierten.
Mit „25 or 6 to 4“, dem 1970 veröffentlichten ikonischen Rocksong der Band Chicago, griff das Orchester einen weiteren Klassiker auf. Der Song besticht durch sein Gitarrensolo und die Bläsersätze. Hier glänzte René Himmelsbach (Mitglied der Band „Himmi-Brothers aus Wittelbach) an der E-Gitarre und erntete den Applaus des Publikums. Ein Höhepunkt des ersten Teils war zweifelsohne „Nothing Else Matters“ von Metallica, das für echte Gänsehautmomente sorgte – nicht zuletzt dank der Solisten Tamira Himmelsbach und Martin Wölfle (Männergesangsverein Schuttertal).
Mit „Feeling Good“, in der Version von Michael Bublé, eindrucksvoll von Sonja Himmelsbach interpretiert, erlebte das Publikum ein cooles, elegantes Stück, das sinnbildlich für den Abend stand. Mit einem Medley von Herbert Grönemeyer, gespielt vom Orchester, schloss der erste Teil des Konzerts.
Der zweite Teil bot erneut zahlreiche musikalische Höhepunkte und begeisterte das Publikum. „Son of a Preacher Man“ verband Blues- und Soul-Einflüsse mit einer klaren, sanften Gesangsstimme und einer eingängigen Melodie. Gesungen wurde das Stück von Sonja Himmelsbach, begleitet an der E-Gitarre von René Himmelsbach sowie von Tamira Himmelsbach, Martin Wölfle und Mariia Ivanova als Background Vokals.
Bei „We Will Rock You“ von Queen war dann auch das Publikum gefragt und durfte kräftig mitsingen. Anschließend spielte das Orchester mit „We Are the Champions“ einen weiteren Hit der britischen Band. „Man in the Mirror“ von Michael Jackson wurde eindrucksvoll von Tamira Himmelsbach interpretiert.
Der Abend fand schließlich einen stimmungsvollen Abschluss mit dem Chanson „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef – in einer neuen, modernen Version, die dem Klassiker rockige Note verlieh.