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Black Friday Abzocke oder Schnäppchen-Traum?

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Immer mehr Online-Händler machen aus dem Rabatt-Festival Black Friday am 29. November eine ganze Sonderangebotswoche - oder gar einen Black-Friday-Monat. Foto: Lisa Ducret/dpa

Region - Ein Schnäppchentag ist nicht genug: Immer mehr Online-Händler machen aus dem Rabatt-Festival "Black Friday" am 29. November eine ganze Sonderangebotswoche oder gar einen Black-Friday-Monat. Hauptsache, die Kauflust der Kunden wird angestachelt. Kleiner Wermutstropfen dabei: Eine aktuelle Preisstudie zeigt, dass die Preissenkungen an den Rabatttagen oft gar nicht so spektakulär sind wie von den Kunden erhofft.

Einer der Vorreiter bei der immer längeren Schnäppchenjagd ist Amazon: Der US-Internetgigant lockt in diesem Jahr erstmals gleich mit einer ganzen Black-Friday-Woche, die schon sieben Tage vor dem eigentlichen Schnäppchentag beginnt. Amazon ist nicht allein: Die Elektronikhandelskette Saturn lädt zum "Black Weekend" ein und der Online-Möbel-Verkäufer Home24 wirbt seit Anfang November gar mit einem ganzen "Black Month", also einem ganzen Rabattmonat, um Kunden.

"Rabattanlässe sind sehr wichtig für den Handel", erklärt Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland (HDE).

Schnäppchenjäger bezahlen teilweise sogar mehr

Verbraucherschützer warnen, dass Schnäppchenjäger bei über der Hälfte der Produkte sogar mehr bezahlen. Laut Untersuchungen der Verbraucherzentrale ist vor allem bei Beauty-, Mode- und Elektronikartikeln Vorsicht geboten. Durch Rabattaktionen könnten die Händler auf sich aufmerksam machen und neue Kunden gewinnen. Doch nicht immer halten die Angebote, was sie versprechen.

Spontankäufe sollten Schnäppchenjäger unterlassen, stattdessen ist eine Planung vorab von Vorteil. Die versprochenen Rabatte beruhen laut Verbraucherzentrale nicht selten auf unverbindlichen Preisempfehlungen, welche meist weit höher als die tatsächlichen Marktpreise liegen. Indem Kunden bereits im Vorfeld Preise vergleichen, sind Fallen besser erkennbar. Außerdem sollten alternative Produkte im Hinterkopf behalten werden, falls sich der Wunschartikel als Abzocke entpuppt.

Am Black Friday ist der Ansturm auf die Läden teilweise enorm. Zeit und Nerven lassen sich sparen, indem bereits an Tagen davor eingekauft wird. Die Aktion wird oft auch im Einzelhandel auf eine ganze Aktionswoche erweitert.

Tipp: nicht hetzen lassen

Ein oftmals verwendeter Trick sei auch, ablaufende Balken der Lagerbestände anzuzeigen oder eine Stoppuhr anzubringen. Davon sollten sich Kunden aber nicht hetzen lassen, denn es sei nicht immer ersichtlich, ob nur wenige oder gar mehrere tausend Restartikel verbleiben.

Bei Schnäppchen im Internet sollten sich Kunden keinesfalls auf Vorkasse-Käufe einlassen, da es in der Vergangenheit vermehrt zu Vorfällen gekommen sei, in denen keine Gegenleistung erbracht wurde, gibt die Verbraucherzentrale an.

Nach einer Studie des Instituts für Handelsforschung (IfH) in Köln nutzen fast zwei Drittel der Online-Shopper, die am Black Friday zuschlagen, den Anlass auch schon für Weihnachtseinkäufe.

Geliebt oder ungeliebt: Verschwinden wird der Black Friday wohl nicht mehr - im Gegenteil. In absehbarer Zeit könnte es noch mehr solcher "künstlichen" Rabattanlässe geben. In den USA finden Verbraucher neben dem klassischen Black Friday Ende November auch schon eine Frühlingsversion des Schnäppchen-Tages: den Black Friday Spring.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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