Auch nach dem berauschenden Sieg im Spitzenspiel in Karlsruhe wollen die Black Forest Panthers ihre kommenden Aufgaben besonnen angehen.
„Ich bin froh, dass wir jetzt rechnerisch nicht mehr absteigen können“, scherzt Panthers-Headcoach Pascal Heinrichs nach dem 91:85-Erfolg seiner Mannschaft bei den io College Wizards. Doch Spaß beiseite: „Das war natürlich ganz wichtig für uns, dass wir den Auswärtsfluch in Karlsruhe gebrochen haben, nachdem es letzte Saison dort für uns nichts zu holen gab – gerade in dem ersten Playoff-Spiel, das wir sehr bitter verloren haben“, so der Schwenninger Übungsleiter.
Mentalität bewiesen
Diesmal bewies der Regionalliga-Tabellenführer jedoch vor allem mentale Stärke. Mit einem 50:55-Rückstand ging man ins letzte Viertel, um die Partie in diesem dann zu drehen... und nach einem erfolgreichen Korbleger der Wizards mit der Schlusssirene doch noch in die Verlängerung zu müssen. Heinrichs erklärt aber, dass diese letzte Aktion teilweise auch taktische Hintergründe hatte: „Wir wollten ihnen unbedingt den Dreier wegnehmen. Wir wussten, dass unsere Rotation in einer Overtime stärker sein würde.“
Überragender Kedar
Und genau so kam es auch: Mit 12:6 entschieden die Panthers die zusätzlichen fünf Minuten für sich – angeführt, wie schon den gesamten Abend, vom überragenden Nkosi Kedar. 36 Punkte erzielte der Schwenninger Top-Scorer, traf dabei elf seiner 19 Versuche aus dem Feld und satte acht Dreier. Dazu streute er sechs Rebounds, drei Assists und zwei Steals ein – alles in gerade einmal 28 Minuten Spielzeit. Die Frage nach dem Mann des Tages stellte sich an diesem Abend also nicht.
Allerdings betont Heinrichs auch nach dieser Partie, dass der Erfolg nur durch eine geschlossene Teamleistung, insbesondere in der Defense, zustande kommen konnte. Außerdem drückt der 36-Jährige in gewohnter Manier auf die Euphoriebremse: „Natürlich gibt uns dieser Sieg viel Selbstvertrauen für die restliche Saison. Aber wir haben jetzt gegen Saarlouis und Möhringen zwei weitere schwierige Auswärtsspiele vor uns. Es sind noch zehn Spiele bis zu den Playoffs. Wir sind also mit diesem Sieg nicht Meister geworden.“
Nächstes Spitzenspiel am Valentinstag
Nach den beiden Auswärtsfahrten werden die Black Forest Panthers zunächst das Schlusslicht aus Lich empfangen und dann – am Valentinstag – die Ravens Reutlingen, die ihrerseits mit einem Sieg in Möhringen weiterhin mit derselben Bilanz von 14 Siegen und zwei Niederlagen auf Augenhöhe mit den Schwenningern an der Tabellenspitze stehen.