Denis Zenelaj war mit 26 Punkten der überragende Akteur bei den Panthers. Foto: Roger Müller

Beim 94:80-Heimsieg gegen die TSG Söflingen fanden die Black Forest Panthers die passende Antwort auf den schwarzen Tag in Mainz. Nun steht das Spitzenspiel bei den Wizards an.

Nach einer starken zweiten Halbzeit war es am Ende ein mehr oder weniger ungefährdeter Sieg für die Black Forest Panthers. Zu Beginn der Partie hatte sich das allerdings nicht unbedingt abgezeichnet. Denn vor den Augen von 681 Zuschauern in der Deutenberghalle schafften es die Gäste aus Söflingen auch ohne Marko Markovic, mit 22,9 Punkten pro Partie der Top-Scorer der Regionalliga, die Schwenninger vor große Probleme zu stellen.

 

Söflingen auch ohne Marko Markovic offensivstark

Das hatten die Söflinger vor allem Janic Staiger zu verdanken, der in der ersten Halbzeit satte fünf Dreier verwandelte und die TSG mit 15 Zählern anführte. 19:20 stand es aus Schwenninger Sicht nach dem ersten Viertel, zur Pause sogar 44:51. Und das obwohl Paul Isbetcherian im ersten Viertel mit acht Punkten und vier Steals (!) stark in die Partie gekommen war und Denis Zenelaj nach 20 Minuten bereits 18 von am Ende insgesamt 26 Punkten auf seinem Konto hatte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Panthers aber vor allem ihre defensive Intensität. Gleichzeitig ging die in den ersten beiden Vierteln mit 50 Prozent noch sagenhafte Dreierquote der Söflinger herunter. In Abwesenheit von Top-Scorer Nkosi Kedar, der weiterhin mit Leistenproblemen ausfällt, war es am Ende auch eine echte Teamleistung, die den Schwenningern ihren 13. Saisonsieg bescherte. Neben Zenelaj, der zusätzlich zu seinen 26 Punkten noch überragende zwölf Rebounds und sechs Assists einstreute, und Isbetcherian (10) punkteten mit Ediz Burgunder (10) sowie Keeving Etienne und Lukas Schäfer (beide 12) gleich drei weitere Panthers-Akteure im zweistelligen Bereich.

Damit konnten die Gastgeber ihre angeschlagene Center-Rotation etwas entlasten. Sowohl Chris Okolie als auch Benedikt Hoppert konnten im Laufe der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren und waren deshalb in dieser Partie eingeschränkt. Dafür kehrte überraschend Hannes Osterwalder zurück in den Kader. Je länger die Partie andauerte, umso mehr wurde die Tiefe gegen mit nur sieben Spielern angereiste Söflinger zum wichtigen Faktor für den verdienten Heimsieg.

„Wir waren nervös nach dem Spiel in Mainz, das hat man gemerkt. Aber es war heute ein Arbeitssieg, den wir gebraucht haben. Die Mannschaft hat definitiv eine Reaktion gezeigt – und mit der bin ich sehr zufrieden“, so das Fazit von Panthers-Headcoach Pascal Heinrichs.

Spitzenspiel in Karlsruhe mit Spannung erwartet

Der Schwenninger Übungsleiter ergänzte außerdem: „Diesen Schwung müssen wir jetzt nach Karlsruhe mitnehmen.“ Der Fokus im Lager des Tabellenführers schien sich also bereits unmittelbar nach der Schlusssirene auf das kommende Spitzenspiel bei den College Wizards (Samstag, 19.30 Uhr) zu richten. Denn gäbe es im Basketball das im Fußball oft zitierte „Sechs-Punkte-Spiel“, wäre die Partie am kommenden Spieltag ein solches.

Die Schwenninger sind weiterhin Regionalliga-Tabellenführer – nach der Niederlage in Mainz allerdings gleichauf mit den Wizards und den Reutlinger Ravens, die an diesem Spieltag beide ihre Hausaufgaben souverän erledigten. Karlsruhe gewann mit 102:72 in Lich, Reutlingen mit 86:64 gegen Gießen. Das Ergebnis am Samstag wird also zweifelsohne von großer Bedeutung sein. Panthers: Zenelaj (33:44 Minuten/26 Punkte), Burgunder (29:13/10), Etienne (25:15/12), Schäfer (24:46/12), Isbetcherian (22:34/10), Okolie (15:50/8), Berchdolt (13:38/6), Osterwalder (12:25/4), Hoppert (09:04/3), Stojcevic (07:09/0), Cuic (04:51/3), Deking (01:31/0).