Keeving Etienne (rechts) und die Panthers spielen bis dato eine enorm starke Saison. Foto: Roger Müller

Die Black Forest Panthers sind sportlich auf dem besten Weg in Richtung Meisterschaft. Doch wie sieht es um das Team herum aus? Wäre der Verein bereit für den Aufstieg in die ProB?

Dass am frühen Sonntagabend einmal mehr eine fantastische Stimmung in der fast ausverkauften Deutenberghalle herrschte, hatte auch viel mit den Umständen und dem Spielverlauf zu tun. Nach zehn Siegen zum Saisonstart hatten die Black Forest Panthers, ihres Zeichens Tabellenführer der Basketball-Regionalliga, am vorangegangenen Wochenende ihre erste Niederlage einstecken müssen. Welche Reaktion würde die Mannschaft auf diesen Rückschlag zeigen? Und würde man ausnutzen können, dass der punktgleiche Verfolger, die College Wizards aus Karlsruhe, am Vortag in Reutlingen verloren hatten?

 

Elfter Sieg im zwölften Spiel

Nach 40 intensiven und packenden Minuten und einem 82:74-Heimsieg gegen das Team Ehingen Urspring waren diese Fragen auf positivste Art und Weise beantwortet. Es war das nächste Highlight in einer Reihe von starken Auftritten der Schwenninger – und der nächste Abend voller Euphorie und orangener Glückseligkeit in der Deutenberghalle.

Elf Siege aus den ersten zwölf Spielen stehen nun also für das Team von Headcoach Pascal Heinrichs zu Buche. Das schon vor Saisonbeginn erklärte Ziel, in die ProB – die untere der zwei Staffeln in der 2. Bundesliga – zurückzukehren, scheint zum Greifen nah. „Es wird auch in der Rückrunde richtig schwer. In meinen Augen sind die Top-5-Teams der Liga sehr eng beieinander. Da kann jedes Duell in beide Richtungen gehen“, gibt Panthers-Geschäftsführer Diego Santos zu bedenken. Dennoch muss man sich im Schwenninger Lager immer mehr mit dem Gedanken eines Aufstiegs beschäftigen – sowohl auf dem Parkett als auch rund um den Verein.

Eine Frage des Geldes

„Es ist eine Frage des Geldes“, nimmt Santos auf die Frage, ob die Panthers Stand jetzt bereit für die ProB wären, kein Blatt vor den Mund. „Wir kennen die 2. Bundesliga und wir wissen, dass es finanziell ein großer Sprung ist. Deswegen sind wir definitiv weiterhin auf der Suche nach einem Namens- oder Hauptsponsor, der uns in dieser Hinsicht den Rücken decken kann.“ Doch nicht nur sportlich, sondern auch in Sachen Sponsoring, „entwickeln wir uns gerade sehr gut“, so Santos. Man habe in dieser Saison den Fokus mehr auf die Zusammenarbeit mit kleineren Sponsoren gelegt. Dennoch wird es wohl im neuen Jahr den metaphorischen großen Wurf brauchen.

Attraktive Infrastruktur

Wovon der Schwenninger Geschäftsführer aber überzeugt ist: „Was die Infrastruktur angeht, sind wir jetzt schon auf ProB-, vielleicht sogar auf ProA-Niveau.“ Autos und Wohnungen für Spieler, Trainingsmöglichkeiten, medizinische Betreuung – auf all diese Bereiche legen die Panthers für Regionalliga-Verhältnisse enorm viel Wert. „Das macht es für Spieler attraktiv, in Schwenningen spielen zu wollen“, so der Geschäftsführer. Sicherlich war auch das einer der Gründe dafür, dass viele der Leistungsträger im Sommer trotz des verpassten Aufstiegs an Bord geblieben sind.

Vollstes Vertrauen

Im neuen Jahr wollen die Panthers sich noch intensiver mit den möglichen Konsequenzen eines Aufstiegs beschäftigen, verrät Diego Santos. Bis dahin soll der primäre Fokus aber natürlich weiterhin auf dem basketballerischen Geschehen liegen. Denn auch auf dem Parkett hat die Mannschaft noch einen langen Weg vor sich, bis eine Rückkehr in die ProB überhaupt zum Thema wird. „Es wird definitiv nicht einfach, wir haben noch schwierige Spiele vor uns. Aber ich habe vollstes Vertrauen in Coach Pascal und die Jungs“, so der Geschäftsführer.