Benedikt Hoppert und die Panthers wollen sich an Gießen für die Hinspielpleite rächen. Foto: Roger Müller

Wenn die Black Forest Panthers am Sonntag (17 Uhr) die Gießen Pointers empfangen, geht es sowohl um Revanche als auch um die Suche nach dem Playoff-Rhythmus.

Auf dem Papier geht es im Duell der Black Forest Panthers mit den ROTH Energie Gießen Pointers um gar nichts mehr. Die einen sind mit nur zwei Niederlagen aus 23 Spielen souveräner Tabellenführer und können den Platz an der Sonne an den letzten drei Spieltagen nicht mehr verlieren. Die anderen sind Sechster, haben aber acht Punkte Rückstand auf die College Wizards und das Team Ehingen/Urspring, womit eine Playoff-Teilnahme rechnerisch nicht mehr möglich ist.

 

Hinspiel „nicht vergessen“

Dennoch ist anzunehmen, dass die Panthers mit einer gewissen Wut im Bauch in diese Partie gehen werden. Schließlich kassierte man eine der nur zwei Saisonniederlagen ausgerechnet im Hinspiel in Gießen. „Das haben wir natürlich nicht vergessen“, stellt Headcoach Pascal Heinrichs klar. „Ich hoffe, dass uns das die nötige Energie geben wird, um die Sache ernsthaft anzugehen.“ Heinrichs ist sich sicher, dass es diese Ernsthaftigkeit brauchen wird, um Revanche zu nehmen: „Auch wenn Gießen die Playoffs nicht erreichen wird, sind sie eigentlich eine Mannschaft mit Playoff-Kaliber. Auch zuhause wird das alles andere als ein einfaches Spiel“.

Heiße Pointers gegen kalte Panthers

Dass insbesondere die Pointers-Offensive jederzeit heiß laufen kann, haben die Schwenninger Anfang Dezember am eigenen Leib erfahren. Beim 84:79-Erfolg fanden genau die Hälfte der Gießener Würfe ihr Ziel (32/64) – und satte 42,9 Prozent der Versuche von jenseits der Dreierlinie (9/21). Auf der anderen Seite erwischten die Panthers mit 38,8 Prozent Feldwurf- und 21,4 Prozent Dreierquote einen schlechten Tag – und schon kam eine von nur zwei Saisonniederlagen zustande.

Etienne fällt weiterhin aus

Dass sich diese Geschichte wiederholt, will man im Lager der Panthers natürlich um jeden Preis verhindern. Dass Keev Etienne, der im Hinspiel mit 16 Punkten und zehn Rebounds einer der besten Schwenninger war, und Julian Stojevic weiterhin verletzungsbedingt ausfallen, erleichtert dieses Vorhaben nicht unbedingt. Zumal sich die Panthers – auch wenn es tabellarisch um nichts mehr geht – in einer immens wichtigen Phase ihrer Saison befinden, wie Pascal Heinrichs betont: „Wir müssen unseren Rhythmus für die Playoffs finden – den haben wir zurzeit nicht.“

Zum einen läge das an den jüngsten Ausfällen: „Wir müssen schauen, dass wir gesund werden“, so der 36-jährige Übungsleiter. Zum anderen beziehe sich diese Aussage aber auch rein auf das aktuelle Geschehen auf dem Parkett. „Wir wollen in den letzten drei Spielen unbedingt die Playoff-Form erreichen, die wir brauchen werden.“

Playoffs starten am 6. April

Der 6. April ist der Stichtag, an dem die Panthers dieses Bestform erreicht haben wollen. Denn dann steht um 16 Uhr in der Deutenberghalle der Playoff-Auftakt auf dem Programm. Der Gegner steht dabei noch nicht fest: Aktuell stehen die Wizards und Ehingen punktgleich auf dem dritten und vierten Rang, die Reutlingen Ravens sind mit vier Zählern Vorsprung auf die beiden Kontrahenten Zweiter. Vier Tage später, am 10. April, steht das zweite Spiel in der „Best-of-Three“-Serie auswärts an und am 12. April – falls nötig – das entscheidende Duell zuhause.