Die Black Forest Panthers konnten das intensive Regionalliga-Spitzenspiel gegen Verfolger Reutlingen nach einer packenden Schlussphase knapp mit 78:76 gewinnen.
Die Panthers hatten zu Beginn der Partie am Valentinstag wenig Liebe für ihren Gegner übrig. Die Gastgeber starteten vor den Augen von 780 teilweise kostümierten Zuschauern in der enorm lauten Deutenberghalle mit einem 8:0-Lauf, bevor sich die Ravens erstmals auf die Anzeigetafel brachten. Diese Dominanz setzte sich zunächst bis zum zwischenzeitlichen 14:4 fort, bevor die Gäste aus Reutlingen mit zwei erfolgreichen Dreiern in Folge plötzlich zurück in die Partie kamen.
Knapp zwei Minuten vor Ende des ersten Spielabschnitts gingen die Ravens, die nun endgültig in der Partie angekommen waren, erstmals in Führung (17:16). Diese holten sich die Panthers zwar schnell wieder zurück, doch es ging trotz des deutlichen Starts aus Schwenninger Sicht nur mit einer 22:21-Führung in die erste Pause.
Defensiver Druck und offensive Highlights
Spätestens zu Beginn des zweiten Viertels war es der offene Schlagabtausch, den man sich von diesem Spitzenspiel des Tabellenersten gegen den -zweiten erwarten durfte. Beide Mannschaften übten in der Defensive viel Druck auf ihren Gegner aus, beide Offensiven sorgten immer wieder für sehenswerte Highlights. Die Reutlinger führten über weite Strecken des Durchgangs, doch mit einem starken Lauf in den letzten Minuten und einem Buzzer Beater von Denis Zenelaj erspielten sich die Hausherren eine verdiente 43:34-Pausenführung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Intensität auf beiden Seiten auf einem hohen Level. Die Panthers behielten zunächst ein komfortables Polster, doch wie schon im ersten Viertel kamen die Ravens mit mehreren, aufeinanderfolgenden Dreipunktewürfen zur Führung (57:55). So lagen die Gäste zum Ende des dritten Spielabschnitts knapp mit 59:57 in Front.
Überragender Miles Mallory
Auch im letzten Viertel konnten sich die Ravens sowohl auf ihren Top-Scorer Miles Mallory (am Ende 32 Punkte) als auch auf ihre überragende Dreierquote (41,9 Prozent) verlassen. In einer packenden Schlussphase setzten sich aber am Ende die Panthers denkbar knapp durch. Erst brachte Denis Zenelaj die Gastgeber mit zwei erfolgreichen Freiwürfen wieder in Führung, dann braute Chris Okolie mit einem Steal und Fastbreak-Dunk auf 74:71 aus. Schließlich war es Nkosi Kedar, der zuvor einen eher schlechten Tag erwischt hatte, der mit einem Dreier aus der Ecke nach zwei Schwenninger Offensivrebounds den metaphorischen Dolch ins Reutlinger Herz stach. Anschließend scheiterte Ravens-Guard Lino Duarte von der Freiwurflinie, wodurch der Heimsieg der Panthers besiegelt war.
Nach dem 17. Saisonsieg seiner Schützlinge im 19. Spiel konnte Headcoach Pascal Heinrichs einmal mehr ein positives Fazit ziehen: „Es war ein unglaublicher Kampf. Wir haben heute gegen das zweitbeste Team der Liga gespielt – vielleicht sogar das beste. Kurz vor Schluss in Rückstand zu sein, dann aber so zurückzukommen – das zeigt die Mentalität unserer Mannschaft. Und darauf bin ich heute besonders stolz.“ Panthers: Etienne (34:21 Minuten/9 Punkte), Okolie (33:13/19), Isbetcherian (33:07/16), Kedar (29:20/14), Burgunder (27:57/9), Zenelaj (23:23/8), Schäfer (09:21/3), Hoppert (06:47/0), Cuic (02:31/0).