Nkosi Kedar (rechts) war in beiden Duellen mit den Wizards der Top-Scorer. Foto: Roger Müller

Zum Auftakt der diesjährigen Playoffs empfangen die Black Forest Panthers die Karlsruher College Wizards in der Deutenberghalle.

Endlich ist es soweit: Für die Basketballer der Black Forest Panthers stehen in der Regionalliga Südwest die Playoffs vor der Tür. Die Meisterschaft – und damit die lang ersehnte Rückkehr in die ProB – ist zum Greifen nah... und gleichzeitig doch noch in weiter Ferne. Wenn man am Ostermontag (16 Uhr) die io College Wizards aus Karlsruhe in der Deutenberghalle empfängt, ist die sportliche Uhr trotz einer überragenden Hauptrunde wieder auf auf Null gestellt.

 

Rollentausch

„Das ist vielleicht das schwerste Matchup, das wir in der ersten Runde hätten bekommen können“, macht Panthers-Headcoach Pascal Heinrichs keinen Hehl daraus, dass der Respekt vor den Karlsruhern und deren Qualität groß ist. Er stellt jedoch klar: „Wir haben Respekt, aber keine Angst!“ Warum auch? Schließlich revanchierten sich die Schwenninger im Laufe der regulären Saison bereits mit zwei Siegen dafür, dass die Wizards in den letztjährigen Playoffs ihre Endstation waren. Damals waren die Rollen allerdings noch vertauscht: Karlsruher ging als Tabellenerster und Favorit in das Duell. Diesmal sind es die Panthers, die es zu schlagen gilt.

Zwei knappe Duelle in der Hauptrunde

„Ja, wir haben beide Spiele gewonnen, aber es war jeweils sehr knapp“, erinnert sich Heinrichs an die Duelle mit den Wizards in dieser Saison. Im bis dato letzten Aufeinandertreffen am 17. Januar brachte erst eine Verlängerung die Entscheidung zum 91:85-Endstand. Nkosi Kedar erzielte dabei überragende 36 Punkte und war von der Karlsruher Defense schlichtweg nicht zu stoppen. Der 32-jährige Guard war auch beim Spiel in Schwenningen, das die Panthers trotz eines Rückstands zur Halbzeitpause mit 71:66 gewannen, der Top-Scorer.

Abgesehen von der Hoffnung auf starke Einzelleistungen von Kedar und Co. beinhaltet der Matchplan der Gastgeber vor allem eines: „Wir müssen das Spiel schnell machen. Karlsruhe rennt nicht gerne, das müssen wir ausnutzen. Wir müssen in der Defense ständig Druck ausüben, dann kommt die Offense von alleine“, so Pascal Heinrichs. Dass dieses Unterfangen gegen starke Karlsruher „alles andere als ein Selbstläufer wird“, ist allen Beteiligten mehr als bewusst.

Guter Kader

Der Schwenninger Übungsleiter macht außerdem den großen Erfahrungsschatz der Wizards als einen möglicherweise wichtigen Faktor aus: „Stefan Ilzhöfer ist ein ehemaliger BBL-Spieler. Vitalii Malchevsky ist 38 Jahre alt und hat in der Ukraine schon im FIBA Europe Cup gespielt. Vincent Hennen kennt die Liga in- und auswendig und spielt wahrscheinlich gerade seine beste Saison“, hebt Heinrichs einige der wichtigsten Karlsruher Akteure hervor. „Sie sind schon wirklich gut besetzt“, muss der 36-Jährige mit Blick auf den kommenden Gegner neidlos anerkennen.

Am Freitag in Karlsruhe

Außerdem wolle man versuchen, die Wizards durch den bereits erwähnten defensiven Druck und das allgemeine Spieltempo müde zu machen. „Wir müssen schließlich zwei Spiele gewinnen“, so Pascal Heinrichs. „Da kann Müdigkeit auch zum Faktor werden. Unter dem Strich gehen die Panthers bei allem gerechtfertigten Respekt vor dem Gegner mit breiter Brust in das Duell am Ostermontag: „Jetzt zählt es! Es wird harte Arbeit, aber wir spielen zuhause und werden natürlich alles dafür tun, dieses erste Spiel zu gewinnen“, schwört Heinrichs seine Truppe ein. Sollte den Panthers das gelingen, könnte man das Halbfinale bereits am Freitagabend (19.30 Uhr) 2 in Karlsruhe für sich entscheiden. Falls man eines der ersten beiden Spiele verliert, kommt es am Sonntag (17.30 Uhr) zum Entscheidungsduell in der Deutenberghalle.

Statistischer Vergleich

Bilanz:
Panthers 24-2 – Wizards 18-8. Punkte/Spiel:
87,9 – 82,5. Feldwurfquote:
45,8% – 46%. Zweierquote:
55,9% – 55,3%. Dreierquote:
34,6% – 33,3%. Freiwurfquote:
67% – 66,7%. Rebounds:
40,4 – 38. Offensivreb.:
13,9 – 10,8. Assists:
17, 2 – 17,8. Steals:
10,5 – 9,5. Blocks:
1,2 – 2,3. Fouls:
19,6 – 18,5. Top-Scorer:
Nkosi Kedar (19,1), Chris Okolie (15,6), Keeving Etienne (14,8) – Vincent Hennen (14,5), Vitalii Malchevskyi (12,8), Niklas Weise (11,7).