Ediz Burgunder (Mitte) verhalf den Panthers mit 14 Punkten zum Sieg im ersten Spiel der Halbfinalserie. Foto: Roland Sigwart

Die Black Forest Panthers könnten mit einem weiteren Sieg in Karlsruhe im zweiten Spiel der Playoff-Serie bereits das Finalticket lösen.

Oftmals spricht man in Basketball-Serien – egal ob im Modus „Best of Three“ oder im „Best of Seven“ wie in der NBA – von einem taktischen Schachspiel zwischen den einzelnen Duellen. Und auch Panthers-Headcoach Pascal Heinrichs bestätigt vor dem zweiten Aufeinandertreffen in den Playoffs mit den College Wizards am Freitagabend (19.30 Uhr): „Natürlich werden wir taktisch ein paar Sachen umstellen.“ Er betont aber vor allem: „Wenn man sich das letzte Spiel anschaut, sind es nicht so sehr die taktischen Dinge, die entscheidend sind, sondern eher, dass wir die Kleinigkeiten gut machen.“

 

Fuß aufs Gaspedal

Daher ist Heinrichs’ Appell an seine Schützlinge deutlich: „Wir müssen das Spiel weiterhin schnell machen – sogar noch schneller machen. Karlsruhe ist nicht so tief besetzt wie wir.“ Die eigenen Stärken ausspielen, diszipliniert agieren und so den Gegner zermürben – wie so oft in der laufenden Saison soll dies das Schwenninger Credo sein. Auch in der Offensive soll die Last wie gewohnt auf mehrere Schultern verteilt werden, auch wenn man sich natürlich auch gerne wieder auf Nkosi Kedar verlassen möchte, der in allen drei Duellen mit den Karlsruhern in dieser Spielzeit der Top-Scorer der Partie war – zuletzt am Montag mit 23 Punkten.

Trotz dem Fokus auf die eigenen Reihen und die zurecht breite Brust warnt Heinrichs einmal mehr vor dem Gegner: „Als Karlsruhe zuletzt in Saarlouis mit dem Rücken zur Wand stand, lagen sie zwischenzeitlich mit 18 Punkten zurück und haben trotzdem noch gewonnen (am letzten Spieltag im entscheidenden Duell um den Playoff-Einzug, Anm. d. Red.)“ Die Wizards haben also in dieser Spielzeit bereits Comeback-Qualitäten bewiesen – so auch in der ersten Partie der Serie, also sie gleich zweimal nach deutlichem Rückstand noch ausgleichen konnten. Auf einen ähnlich resilienten und gefährlichen Gegner müssen sich die Panthers auch am Freitagabend gefasst machen.

Erneute Ernsthaftigkeit

Gerade deshalb appelliert Pascal Heinrichs – wie schon die ganze Saison lang – an die Mentalität seiner Mannschaft: „Wir müssen das Spiel mit der gleichen Ernsthaftigkeit angehen wie das erste. Wir dürfen nicht glauben, dass es ein Selbstläufer wird. Wenn uns das gelingt, dann bin ich guter Dinge, dass wir erneut gewinnen.“

Der Fanbus ist voll

Bei diesem Unterfangen hoffen Heinrichs und Co. auf lautstarke Unterstützung des eigenen Anhangs. Denn der 36-Jährige weiß: „Wenn Karlsruhe in der eigenen Halle spielt, ist das noch einmal etwas anderes.“ Er ergänzt: „Deshalb hoffe ich, dass viele Fans mitreisen und wir, was die Stimmung angeht, eine Heimspiel-Atmosphäre haben.“ Nach der beeindruckenden Kulisse in der heimischen Deutenberghalle am vergangenen Montag haben die Panthers nun für das zweite Spiel der Serie eine Fanreise nach organisiert – und dabei einen Bus gefüllt. Fans und Mannschaft wollen also gemeinsam in der Halle des Karlsruher Friedrich-List-Gymnasiums den Einzug ins Finale feiern.