Auch wenn am Sonntag die Enttäuschung über das plötzliche Saisonaus riesig war: Die Black Forest Panthers haben in dieser Spielzeit Großes geleistet.
Innerhalb von weniger als 48 Stunden stand die Welt der Black Forest Panthers plötzlich Kopf. Am späten Freitagabend feierte man einen 73:66-Auswärtssieg in Karlsruhe und fragte sich, ob es in der Finalserie nun gegen die Reutlingen Ravens oder das Team Ehingen/Urspring gehen würde. Eigentlich konnte das den Schwenninger aber auch relativ egal sein – schließlich hatte der Tabellenführer der Hauptrunde beide diese Teams jeweils zweimal besiegt und wäre als klarer Favorit in die jeweilige Serie gegangen. Die Stimmung im Schwenninger Lager war exzellent, die lang ersehnte Rückkehr in die ProB zum Greifen nah.
Vertagte Ambitionen
Am frühen Sonntagabend war das Lachen von den Gesichtern verschwunden und von Tränen abgelöst worden. Am Ende des Entscheidungsspiels gegen die College Wizards, zu dem es nur aufgrund eines fehlenden Namens auf dem Spielberichtsbogen in Karlsruhe gekommen war, blieb die bittere Erkenntnis: Die Schwenninger Aufstiegsambitionen müssen um ein weiteres Jahr vertagt werden.
Dank des Geschäftsführers
Viele der Spieler und Fans konnten diese neue Realität noch nicht so ganz akzeptieren, da schnappte sich Geschäftsführer Diego Santos das Mikrofon des Hallensprechers: „Natürlich tut das uns allen weh, denn eigentlich sollten wir heute gar nicht stehen. Aber diese Saison war beeindruckend für uns alle. Ich möchte mich von Herzen bei euch allen bedanken. Wir sind bereit für die ProB! Und wenn es nicht diese Saison sein sollte, dann eben nächste.“
Auch Headcoach Pascal Heinrichs richtete kurz nach Spielende einige Worte an das Publikum in der einmal mehr gut gefüllten Deutenberghalle: „Vielen Dank für euren unglaublichen Support in der ganzen Saison!“ Gefolgt von einem Versprechen: „Wir werden nächstes Jahr wieder angreifen! Ich bin wieder hier und dann holen wir das Ding!“ In Schwenningen hofft man nun, dass diese Botschaft bestehen bleibt, wenn die Trauer und die Enttäuschung irgendwann abgeklungen sind.
Blick auf das Positive
Die unzähligen positiven Erkenntnisse aus einer denkwürdigen Saison sollen im Kopf bleiben. Nicht die Niederlage am grünen Tisch, nicht die Verletzung von Top-Scorer Nkosi Kedar und die schwächste offensive Leistung der gesamten Saison im wichtigsten Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte, nicht die Tränen. Sondern der bebende Deutenberg, die sportliche Dominanz in der regulären Saison und die vielen Schritte in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft – egal, in welcher Liga.
Viele offene Fragen
In den kommenden Monaten werden erneut viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Welche Leistungsträger bleiben an Bord? Wo möchte oder muss man den Kader verstärken? An welchen Stellschrauben soll abseits des Parketts gedreht werden? Doch auch wenn vieles noch in den Sternen steht: Wenn man die Black Forest Panthers in dieser Saison verfolgt hat, fällt es einem nicht sonderlich schwer, Pascal Heinrichs’ Versprechen Glauben zu schenken. „Wir werden nächstes Jahr wieder angreifen!“