Die Panthers haben zum Start der Playoffs ihren wichtigen ersten Sieg eingefahren. Foto: Sigwart

Die halbe Miete ist eingefahren: Die Black Forest Panthers starten am Ostermontag erfolgreich in die Playoffs und besiegen die College Wizards verdientermaßen mit 78:69.

Vor einer rekordverdächtigen Kulisse von 1129 Zuschauern starteten die Black Forest Panthers am Ostermontag in ihre Playoff-Mission. Die offensichtlich hochmotivierten Schwenninger erwischten dabei einen fantastischen Start in das Duell mit den College Wizards aus Karlsruhe. Man schaffte es, in der Defensive Druck auf die gegnerischen Ballführer auszuüben und gelangte wiederum auf der anderen Seite immer wieder in die Zone, um entweder dort abzuschließen oder die sich zusammenziehende Wizards-Defense mit offenen Dreipunktewürfen zu bestrafen. So stand in einer starken Anfangsphase ein 10:2-Lauf zu Buche.

 

Karlsruher Comeback

Allerdings flachte diese Dominanz im Laufe der Minuten zunehmend ab. Die Wizards fanden nach und nach besser in die Partie und erspielten sich immer wieder hochprozentige Abschlüsse am Korb. Diese Steigerung – gepaart mit dem ein oder anderen Wackler in der Schwenninger Offensive – reichte aus, um das Spiel im Laufe der ersten Halbzeit wieder komplett offen zu gestalten. Nach dem ersten Viertel stand es 21:12, nach dem zweiten dann nur noch 38:36.

Wizards gleichen aus

Kurz nach dem Seitenwechsel glichen die Gäste dann erstmals in dieser Partie aus. Es folgt ein offener Schlagabtausch, in dem die Panthers Mitte des dritten Viertels das Momentum zwischenzeitlich wieder klar auf ihre Seite brachten – vor allem dank eines krachenden Dunks von Chris Okolie und einer in diesen Minuten regelrechten Gala von Nkosi Kedar. Doch erneut kämpften sich die Karlsruher schnell zurück und ließen nicht zu, dass die Schwenninger Führung zu hoch wurde. So ging es weiter hin und her – bis Thomas Binelli mit einem Steal und anschließenden Dreier im Moment der Schlusssirene des dritten Abschnitts die Halle explodieren ließ und die Panthers mit einer 66:57-Führung ins viertel Viertel schickte.

23 Punkte von Kedar

Diesen Rückenwind nahmen die Gastgeber auch in jenes mit und brachten ihren Vorsprung erstmals an diesem Nachmittag in den zweistelligen Bereich. Dieses Polster retteten die Panthers in die Schlussphase hinein, schafften es immer wieder, durch defensive Aktionen oder weitere Punkte einen Lauf der Wizards im Keim zu ersticken. Und auch in den letzten Minuten ließ man – weiterhin angeführt vom starken Kedar und viel Energie in der Defensive – nichts mehr anbrennen. Der 32-Jährige war am Ende mit 23 Punkten einmal mehr der Top-Scorer der Partie – wie schon in den beiden Hauptrunden-Duellen mit den Wizards.

„Ich bin froh und erleichtert! Das erste Spiel ist das schwierigste“, resümierte Panthers-Headcoach Pascal Heinrichs kurz nach der Schlusssirene. „Wir hatten einen super Start, haben es dann aber verpasst, den Deckel früher draufzumachen. Und Karlsruhe nutzt das dann mit all ihrer Erfahrung eben gnadenlos aus. Aber am Ende haben wir gewonnen – auch dank der unglaublichen Atmosphäre in der Halle heute. Das war wirklich der Wahnsinn!“

Spiel 2 am Freitagabend

Nach 40 umkämpften Minuten war die Freude im Schwenninger Lager über einen verdienten 78:69-Erfolg entsprechend groß. Nun geht es in der „Best of Three“-Serie am Freitagabend (19.30 Uhr) in Karlsruhe weiter. Sollten die Panthers auch dieses zweite Duell mit den Wizards gewinnen, stehen sie im Finale um die Meisterschaft. In der anderen Halbfinalserie setzten sich die Reutlingen Ravens in Spiel 1 mit 86:78 gegen das Team Ehingen/Urspring durch. Panthers: Isbetcherian (32:16 Minuten/6 Punkte), Etienne (26:12/10), Burgunder (25:54/14), Okolie (23:59/7), Zenelaj (23:29/7), Kedar (23:17/23), Hoppert (16:01/2), Binelli (14:19/9), Schäfer (11:19/0), Stojcevic (03:14/0).