Finalticket gelöst: Die Black Forest Panthers sind nach einem 73:66-Sieg in Karlsruhe eine Playoff-Runde weiter.
Die Panthers erwischten vor einer erneut beeindruckenden Kulisse einen denkbar schlechten Start in dieses zweite Spiel der Halbfinalserie. Vor den Augen von knapp 80 mitgereisten – und lautstarken – Schwenninger Fans dauerte es fast fünf Minuten, bis es die Gäste erstmals auf die Anzeigetafel schafften. Beim Stand von 0:7 erzielte Nkosi Kedar von der Freiwurflinie den ersten Punkt für die Panthers. Auch die Wizards taten sich in der Anfangsphase offensiv schwer, hatten in der ein oder anderen Situation aber das bessere Händchen.
Starkes Comeback
Dem Tabellenführer gelang es jedoch, den frühen Rückstand ebenso schnell wieder auszumerzen. Chris Okolie glich nach einem Offensivrebound zum 12:12 aus, Denis Zenelaj brachte die Gäste mit einem erfolgreichen Dreier erstmals in Führung (15:14). Beim Stand von 15:16 aus Schwenninger Sicht ging es dann in die erste Viertelpause.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts drehen die Panthers dann ordentlich auf, trafen gleich mehrere Dreier und gingen deutlich in Führung. Nach einem 17:3-Lauf stand es plötzlich 33:19 zugunsten des Favoriten. Doch diesmal waren es – wie schon in Spiel 1 der Serie – die Karlsruher, die sich in die Partie zurückkämpften und ihren Rückstand zumindest wieder in den einstelligen Bereich brachten. Indes lieferten sich die mitgereisten Schwenninger und der heimische Anhang über die gesamte Spielzeit hinweg ein lautstarkes Duell. Nach einem Korb von Wizards-Akteur Stefan Ilzhöfer wenige Sekunden vor der Schlusssirene ging es beim Stand von 41:37 in die Halbzeitpause.
Offener Schlagabtausch
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich einmal mehr ein offener Schlagabtausch. Den leicht besseren Start in die zweite Hälfte erwischten allerdings die Gastgeber, die dementsprechend zum zwischenzeitlichen 43:43-Ausgleich kamen und wenig später sogar die Führung wieder an sich reißen konnten. Nachdem es im Laufe des dritten Abschnitts weiter hin- und herging, führten die Wizards zur letzten Pause knapp mit 57:53.
Spannung bis zum Schluss
Auch das viertel Viertel war an Spannung kaum zu überbieten. Die Panthers hielten sich immer wieder mit starken Aktionen im Spiel, schafften es aber in den ersten fünf Minuten des letzten Spielabschnitts nicht, wieder komplett in Schlagdistanz zu kommen. Auf der anderen Seite trafen die Wizards immer wieder Dreipunktewürfe mitten ins Schwenninger Herz.
Auch die Schlussphase war nichts für schwache Nerven – insbesondere aus Schwenninger Sicht. Benedikt Hoppert brachte die Panthers drei Minuten vor dem Ende wieder in Führung (63:62). Wenig später traf Denis Zenelaj, der mit xx Zählern am Ende Top-Scorer der Partie war, einen Dreier zum 67:65. Nach einem erfolgreichen Freiwurf der Karlsruher erhöhte Chris Okolie 46 Sekunden vor Schluss auf 69:66 – und im Anschluss erzwang Keeving Etienne ein Offensivfoul von Ilzhöfer. Zenelaj und Etienne behielten an der Freiwurflinie die Nerven und die Panthers gewannen mit 73:66.
Im Parallelspiel fuhr das Team Ehingen/Urspring einen überraschend deutlichen 87:67-Heimsieg gegen die Reutlingen Ravens ein, so dass es auch in der zweiten Halbfinalserie zu einem dritten und entscheidenden Duell kommen wird. Panthers: Etienne (29:40 Minuten/15 Punkte), Isbetcherian (29:04/3), Zenelaj (28:53/19), Burgunder (25:41/9), Okolie (24:00/10), Kedar (20:30/8), Hoppert (16:00/6), Schäfer (13:14/0), Binelli (12:24/3), Stojcevic (00:34/0).