4654 Festmeter wurden im Jahr 2024 eingeschlagen. Foto: Zimmermann

Der Bitzer Wald sorgt jährlich für Gewinn in der Gemeindekasse. 2024 ergab sich ein Nettoüberschuss von knapp 156 600 Euro.

Revierförster Wolfgang Bitzer hatte allen Grund, mit dem ordentlichen Ergebnis zufrieden zu sein – und die Gemeinde auch. Geplant war ein Holzeinschlag von 4600 Festmetern, 4654 Festmeter wurden tatsächlich eingeschlagen. Nur 3,5 Prozent davon gehen auf die Kappe der „zufälligen Nutzung“ (Sturm, Insektenbefall, Schneebruch und Dürreschäden). Der Vorjahreswert lag bei neun Prozent. Dazu kam eine sehr gute Nachfrage und im Durchschnitt höhere Rundholzpreise.

 

2024 blieb die Nachfrage nach Energie- und Brennholz stabil und die Brennholzpreise verharrten auf hohem Niveau. So stehen den Einnahmen von 423 965 Euro Ausgaben von 267 373 gegenüber.

Ältere Waldbestände leiden unter den Folgeschäden der Trockenjahre

Vor allem ältere, über 80- jährige Waldbestände leiden nach wie vor unter den Folgeschäden der Trockenjahre 2018 bis 2021 und zeigen zunehmend Schadsymptome in Folge des Klimawandels. Es wurden 700 Douglasien von der Forstwirt-Ausbildungsstelle der Stadt Albstadt in der Abteilung „Forsthaus“ für die Jungbestandspflege gepflanzt. Für die Unterhaltung der Waldwege wurden Mittel in Höhe von 9838 Euro ausgegeben. Im Haushalt waren dafür 10 000 Euro eingestellt.

Die Nutzfunktion steht weiterhin im Vordergrund

Die Nutzfunktion des Bitzer Waldes steht weiterhin im Vordergrund. Der Waldpflege und Verjüngung kommt in diesem Kontext eine herausragende Bedeutung zu. Nur durch eine entsprechende Pflege könne eine erhöhte Klimaresilienz der Waldbestände erreicht werden, so Bitzer.

Gemeinderat billigt den Waldhaushaltsplan einstimmig

Der Revierförster geht davon aus, dass Nadelstammhölzer voraussichtlich auch 2026 rege nachgefragt werden. Weitere Preisanstiege seien jedoch aufgrund der weltweiten Wirtschaftslage nicht zu erwarten. Auch beim Buchenfrischholz sei mit gleichbleibender Nachfrage und Preisen zu rechnen. Dies werde durch die hohen Energiepreise und die damit verbundene Brennholznachfrage gestützt. Geplant ist 2026 ein Holzeinschlag von 3370 Festmetern. Es wird mit Erträgen von 261 855 Euro beim Holzeinschlag gerechnet. Hiervon entfallen auf Rundholz 252 930 Euro und auf Hackschnitzel (Bildungszentrum Bitz und Sonstige) 8.925 Euro. Insgesamt wird mit Erträgen von 313 740 Euro und Ausgaben von 230 500 Euro geplant, so dass mit einem ordentlichen Betriebsergebnis von 83 240 Euro zu rechnen ist.

Der Gemeinderat billigte einstimmig den Waldhaushaltsplan für 2026.