Der Bitzer-Cup in Ergenzingen bot auch ein atemberaubendes Rahmenprogramm: Akrobatik der Extraklasse auf bis zu 62 Metern Höhe zog das Publikum in ihren Bann.
Ganz im Zeichen des „Bitzer-Cups“ stand das Wochenende in Ergenzingen, wo König Fußball mit zwei Turnieren auf dem grünen Rasen regierte, während in den höheren Regionen eindeutig die die Hochseilartisten der Geschwister Weisheit aus dem thüringischen Gotha das Sagen hatten. Was dieses Weltklasseensemble an beiden Tagen an Show und Artistik bot, war allererste Sahne.
Auf den Fußball traf das zumindest am Samstagnachmittag nicht ganz zu. Konnte es allerdings auch nicht, den die Teams steckten ja noch am Beginn ihrer Saisonvorbereitung. Dass der SGV Freiberg den Pokal der Herren holte, war dann auch nicht weiter verwunderlich, höchstens die Höhe des Endspielsieges, denn die Freiberger schickten den Regionalligakonkurrenten aus Balingen mit einem glatten 4:0 nach Hause.
Showstar schaut Sohn Gabriel zu
Der Sonntag zeigte sich dann fußball- und artistenfreundlicher, denn die brütende Hitze blieb aus. Da zog es sogar Showstar Giovanni Zarrella an die Breitwiese, dessen Sohn Gabriel bei der U19 des VfB Stuttgart mitkickte.
Dem VfB reichte es in diesem Jahr nur für Platz drei. Den Bitzer-Cup der Junioren holten sich die Gladbacher Fohlen, die im Finale Mainz 05 mit 2:1 bezwangen.
Fünf-Personen-Pyramide sehen nur wenige
Schade war am Samstag nur, dass das Programm aus organisatorischen Gründen geändert werden musste und die Geschwister Weisheit früher und daher auch bei etwas spärlicherem Publikum auftreten mussten.
Der eine oder die andere versäumte dadurch unter anderem auch die Fünf-Personen- Pyramide auf dem Hochseil, die das Ensemble – als einziges weltweit – unter freiem Himmel bietet. Oder auch den Auftritt der siebenjährigen Ruby, die traumhaft sicher das Hochseil überquerte.
An beiden Tagen faszinierte die zahlreichen Besucher vor allem die Hochstartanlage in zwölf Metern Höhe, von der die Artisten auf drei Motorrädern starteten und dann in 40 Metern Höhe einzigartige Stunts auf – und unterhalb der Motorräder boten. Mit einem der Letzteren wurden dann auch Max und Natalja Weisheit – die die sich auf dem Hochmast abwechselten - auf 30 Meter Höhe zu ihrem Arbeitsplatz gefahren.
Von dort aus mussten sie die restlichen 32 Meter klettern um auf die schwankende Mastspitze zu gelangen, von der sie aus 62 Metern Höhe die Zuschauer mit waghalsiger Akrobatik aufwarteten und die zahlreichen Besucher einem Trompetensolo grüßten.
Eindrucksvolle Showder Hochseilartisten
Aber auch die 125-jährige Geschichte der Geschwister kam nicht zu kurz. Unter der Rubrik „anno dazumal“. In historischen Kostümen, mit Drehorgelmusik und „Flüstertüte“, machten sie Geschichte wieder lebendig, boten die schlafende Oma oder das Backen von Pfannkuchen auf dem vier Meter hohen Seil und wer wollte der durfte – natürlich mit tatkräftiger Unterstützung der Artisten – auch mal versuchen über ein Seil zu laufen.
Mit zu den Highlights am Wochenende zählten auch die Auftritte der Kinder von Kristinas kleiner Tanzschule, das gut besuchte samstägliche Open Air, das sonntägliche Weißwurstfrühstück und der anschließende „Zoki – Talk“ mit prominenten Gästen aus dem Fußball – Nachwuchsbereich. Für Kurzweil bei den kleinen Gästen sorgte über beide Tage hinweg ein buntes Kinderprogramm.