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Bitz Youngtimer: Alles andere als "alter Scheiß"

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Der 22-Jährige fährt am liebsten Motorräder, die älter sind als er selbst. Mit seinem Youngtimer wurde er nun Meister. Foto: Hoffmann

Bitz - Was ist ein Youngtimer? Ein Vehikel, das nicht mehr ganz taufrisch ist – aber noch nicht so alt, dass es sich ohne weiteres Oldtimer nennen dürfte – mindestes 20, aber noch keine 30 Jahre alt. Swen Hoffmann aus Bitz fährt Youngtimer. Meisterlich.

Mit 22 ist Swen Hoffman selbst ein "Youngtimer" – siehe Definition; als er mit dem Sport begann, war er noch keiner: Die laufende Saison der Moto Trophy, einer der wichtigen Serien des Historischen Motorradsports, ist bereits seine fünfte. In der Trophy gibt es Wettbewerbe für Oldtimer, Youngtimer und auch für Motorräder neueren Baujahrs; außerdem unterscheidet das Klassement zwischen Zwei- und Viertaktmaschinen und verschiedenen Hubraumklassen.

Swen Hoffmanns Klasse ist die der "Klassik Youngtimer Senior". Rennmaschinen aus den 1990ern – war das nicht kurz nach der Jungsteinzeit? "Das ist kein alter Scheiß", sagt Hoffmann. Seine Maschine wiegt etwa 140 Kilogramm, hat einen Vier-Zylinder-Viertaktmotor, 400 Kubikzentimeter Hubraum und mehr als 80 PS. "Sehr leicht und sehr schnell."

So wie er es braucht. In fünf Ländern und auf acht Strecken werden Rennen ausgetragen: im italienischen Franciacorta, auf den deutschen Rennstrecken Schleiz, Hockenheim, Walldürn und Oschersleben, im niederländischen Assen, im tschechischen Most und in Luxemburg.

Ein Rennen zieht sich über ein ganzes Wochenende hin: Freitag ist der Vorbereitungstag; das Bike absolviert ein Training und wird auf die Strecke eingestellt. Samstag gehen zwei bis drei Qualifikationsrennen über die Bühne; Sonntag ist der eigentliche Renntag. Zwei Rennen werden gefahren; beide Resultate gehen in die Meisterschaftswertung ein.

Swen Hoffmanns Ergebnisse können sich in diesem Jahr sehen lassen. Hoffmann hat auf seiner Kawasaki ZXR 400, Baujahr 1991, zehn von den 16 Rennen der laufenden Saison gewonnen. In zweien blieb er ohne Sieg; an den restlichen vier konnte er nicht teilnehmen. Dennoch hatte er am Ende der Saison unter allen elf Trophy-Teilnehmern die höchste Punktzahl stehen, nämlich 286 – 41 mehr als der Zweitplatzierte, der immerhin an 14 Rennen teilgenommen hatte. Damit war er erstmals in seiner Laufbahn Meister – bis dato war sein größter Erfolg die Vizemeisterschaft 2017 gewesen.

Wobei gewinnen zwar schön, aber nicht das Wichtigste für ihn ist. "Das Besondere ist das Miteinander der Fahrer. Jung und Alt kommen zusammen, erzählen sich im Fahrerlager Geschichten und verbringen viel Zeit zusammen. Das ist für mich das Schönste am Motorsport."

Über den Erfolg freut er sich natürlich trotzdem. Wobei er ihn nicht nur dem eigenen Konto gutschreibt – Familie, Eltern, Schwester und Freundin haben ihren unverzichtbaren Beitrag geleistet. "Rennsport ist Teamsport." Man braucht einen Schrauber, einen Mechaniker, jemanden, der beim Boxenstopp Hand anlegt – und natürlich jemanden, der abends kocht und dafür sorgt, dass Eiswürfel da sind. "Ohne diese Unterstützung ginge es nicht."

Und wie geht’s weiter? Momentan schreibt Swen Hoffmann seine Bachelorarbeit im Studienfach Fahrzeugtechnik; danach will er als Ingenieur arbeiten.

Und der Sport? "Ich würde gerne noch mal in einer anderen Klasse der Moto Trophy antreten – oder als Gaststarter an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen."

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