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Bitz Wenn Fuchs und Reh sich Adieu sagen

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40 Rehe insgesamt sind im zurückliegenden Jagdjahr auf Bitzer Gemarkung gestorben. Foto: ©WildMedia – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Bitz. 33 Rehe – eines weniger als vor Jahresfrist – haben die Jagdpächter auf Bitzer Gemarkung im Jagdjahr 2019/2020 erlegt. Fünf weitere Rehe sind dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen – vier weniger als im Jahr zuvor – und zwei Rehe wurden tot aufgefunden: "Verludert", wie es im Jäger-Jargon heißt, ist also ein Reh mehr als im Jahr zuvor.

Diese und weitere Zahlen haben die Gemeinderäte aus Bitz wegen der Coronavirus-Pandemie diesmal nicht im Sitzungssaal des Rathauses erfahren, sondern nur digital aus der Sitzungsvorlage. Alljährlich legt die Verwaltung ihnen die so genannte Streckenliste mit den Statistiken zum Tierbestand vor, denn darauf basiert die Entscheidung darüber, ob mehr oder weniger Tiere erlegt werden sollen als bisher. Hintergrund ist die Tatsache, dass Rehwild sich gerne an jungen Bäumen verbeißt und sie dadurch am Wachsen hindert.

Förster und Jagdpächter schauen sich deshalb regelmäßig zusammen im Wald um. Was sie dort sehen, fließt in das "Forstliche Gutachten zum Einfluss des Wildverbisses auf die Erreichung waldbaulicher Ziele" ein. In dessen jüngster Auflage für das Erhebungsjahr 2018, die den Gemeinderäten zugegangen ist, schlägt die Forstverwaltung vor, es für die kommenden drei Jahre bei den bisherigen Zahlen für "Rehwildabschussvollzug" zu belassen. Im Klartext: Auch der nächste, für drei Jahre geltende Abschussplan sieht vor, dass 30 Rehwild-Tiere pro Jahr erlegt werden sollen.

Deutlich angezogen haben die Abschusszahlen bei Wildschweinen: 19 Sauen – 14 mehr als im Vorjahr – haben die Pächter im Jagdjahr 2019/2020 erlegt. Zehn Füchse sind im selben Zeitraum durch einen Schuss gestorben, fünf weitere überfahren worden und vier verludert. Außerdem haben je zwei Dachse durch Abschuss und durch den Straßenverkehr ihr Leben verloren.

Relativ hoch sind die Wildverluste durch den Straßenverkehr auf den fünf Straßenabschnitten, die das Bitzer Jagdrevier durchschneiden, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. An der Landesstraße 448 zwischen Ebingen und Freudenweiler sowie an der L 449 zwischen Bitz und Winterlingen hat die Jagdgemeinschaft Bitz deshalb bereits im Jahr 2017 Wildwarnreflektoren aufstellen lassen. 725 Euro haben sie gekostet, und ob sie tatsächlich wirken, lasse sich so genau noch nicht sagen, berichtet die Verwaltung. Der Grund: Auch in der Übergangszeit zwischen den Hell- und Dunkelphasen des Tages ereigneten sich Wildunfälle – in diesen Phasen allerdings könnten die Wildwarnreflektoren nicht wirken.

Die Mitglieder der Jagdgemeinschaft Bitz wollen deshalb nun versuchen, die Uhrzeiten der Wildunfälle so genau wie möglich einzugrenzen, um belastbare Zahlen für eine Statistik zu bekommen, die dann mehr über den Nutzen der Warnreflektoren aussagt.

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