Kunden finden Betriebe nur mit Mühe. Bitzer Gemeinderat votiert für maßvolles und kostengünstiges Konzept im Ort.
Bitz - Es ist die knappste Version, für die sich der Bitzer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen hat: Nach dem Votum soll die Kommune ein Beschilderungskonzept auf der Basis der Variante III weiter verfolgen mit 15 Schildern und Kosten in Höhe von rund 3200 Euro.
Den Anlass für den Tagesordnungspunkt hatte der Handels- und Gewerbeverein geliefert.
Der Vorstand hatte vor einiger Zeit bemängelt, dass die Kunden und Lieferanten die örtlichen Gewerbebetriebe nur mit Mühe fänden, und deshalb vorgeschlagen, dass die Gemeinde ein Beschilderungssystem mit Hinweistafeln an den Ortseingängen, Straßenkreuzungen und Einmündungen auf den Weg bringe. Dem steht die Verwaltung aufgeschlossen gegenüber: "Mit einem einheitlichen Beschilderungssystem für Gewerbe, öffentliche und kirchliche Einrichtungen, Sportstätten und Vereinsanlagen wird ein Sammelsurium von Schildern vermieden und eine strukturierte, für den Betrachter einfacher zu erfassende Beschilderung erreicht." Zudem werde durch das Zusammenführen und Vereinheitlichen der Beschilderung das Ortsbild verschönert.
Allerdings will die Verwaltung darauf achten, dass kein "Schilderwald" entsteht, der ein schnelles Erfassen eines Ziels unmöglich mache. In Bitz sei da zum Beispiel die Kreuzung Moltkestraße/Hungerbühl/Ebinger Straße problematisch. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass inzwischen die meisten Besucher über Navigationssysteme verfügten.
Zusammen mit der Firma Folcarelli hat die Kommune verschiedene Vorschläge erarbeitet, wobei bislang die gewerblichen Ziele noch nicht berücksichtigt sind. Der Vorschlag I listet alle kommunalen und kirchlichen Ziele sowie die Vereinsräume und -anlagen auf. Dafür wären rund 96 Schilder an 16 Standorten notwendig – Kostenpunkt: etwa 21 500 Euro. Die Version II nimmt die Vereine heraus. Vereinseinrichtungen sollen mit Piktogrammen dargestellt werden. Somit wären noch 42 Schilder an elf Standorten erforderlich, was noch rund 11 500 Euro kosten sollte.
Das Gremium entschied sich für die knappste Version mit Kosten in Höhe von rund 3200 Euro. Dieser Vorschlag erfasst die wichtigsten kommunalen Gebäude und verwendet, wo möglich, Piktogramme bei 15 Schildern an sieben Kreuzungen. Zu den Kosten sind noch das Honorar für die Planung mit rund 1000 Euro und die Transportkosten mit 350 Euro hinzuzurechnen. Die Bauhofmitarbeiter stellen die Pfosten auf und montieren die Schilder.
Geplant ist, dass der Handels- und Gewerbeverein seine Schilder selbst finanziert, die von der Machart gleich sein sollen wie die der Kommune, eventuell mit eigener Farbe, und an den Pfosten der anderen Schilder angebracht werden, "damit wir ein Ortsbild mit einheitlichen Schildern erhalten", sagte Bürgermeister Hubert Schiele.