Schulleiterin Sandra Eppler und Kindergartenleiterin Ursula Kirchmaier erhielten vom Architekten Jürgen Sprenger jeweils einen Scheck über 100 Euro. Das freute auch Bürgermeister Hubert Schiele (von links). Foto: Reich Foto: Schwarzwälder-Bote

3,8 Millionen Euro teure Einrichtung mit sanierter Schule, Kita und Mensa eingeweiht

Bitz - Mit einem Festakt ist am Freitagabend das neue Bildungszentrum Lichtensteinschule in Bitz eingeweiht worden. 3,8 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, das eine sanierte Schule, eine neue Kita und eine Mensa beherbergt.

Die Lichtensteinschule war in den 1960er-Jahren als Grund- und Hauptschule errichtet worden. Mit ihrer Sporthalle, dem Lehrschwimmbecken, dem Hartplatz, der Bewegungslandschaft und der Festhalle in der Nähe bot sie optimale Bedingungen.

Durch die Veränderung der Schülerzahlen und -ausrichtungen wurde jedoch die Hauptschule geschlossen. Seit 2012 ist die Lichtensteinschule deshalb nur noch Grundschule. Deshalb entschloss sich der Gemeinderat dazu, den – nicht optimal untergebrachten – Kindergarten aus der Lange Straße in die leer stehenden Räume umzusiedeln.

2015 wurde der Beschluss gefasst, dass das Büro Sprenger mit den Arbeiten beginnen kann. Vorausgegangen war ein Architektenwettbewerb. Die Bauarbeiten zum neuen Bildungszentrum an der Lichtensteinschule begannen im März 2016 mit dem Abriss des Küchenanbaus. Es folgte die Betonsanierung der Aula, im Juni 2016 war dann Richtfest. Bereits im September konnte der Kindergarten umziehen, am Freitagabend war nun die offizielle Einweihung.

Die Kosten sind dabei im Rahmen geblieben: Ursprünglich hatten die Verantwortlichen mit 3,6 Millionen Euro kalkuliert, letztendlich sind es 3,8 Millionen Euro geworden. Daran beteiligt sich der Bund mit rund 85 000 Euro, das Land Baden-Württemberg übernimmt rund 750 000 Euro. Die Mehrkosten resultieren auch aus zusätzlichen Arbeiten, die der Gemeinderat beschlossen hat, etwa eine Mensa zu in­stallieren und so einzurichten, dass es dort in einer vollwertigen Küche auch möglich ist, Speisen frisch zuzubereiten. In zahlreichen Beratungen in unterschiedlichen Gremien wurde festgelegt, dass die Küche nicht nur aus zwei Dampfgarern bestehen soll, sondern dass hier bald für die Kinder aus Schule und Kita frisches Essen zubereitet werden kann.

Dafür wurde das Küchenpersonal aufgestockt und besteht jetzt aus drei Kräften in Teilzeit. Die Leitung der Mensa hat Alexandra Feyrer. Die Mensa hat Platz für 80 bis 90 Kinder. Dort fand auch die offizielle Eröffnungsfeier statt, die von Kindern und einem Bläserensemble der Bitzer Musikkapelle umrahmt wurde. Bürgermeister Hubert Schiele betonte in seiner Festrede, wie gut die Arbeiten verlaufen seien: "Ich gebe zu, ich hatte verschiedentlich Bedenken, was Ausschreibungsergebnisse oder Termintreue bei der Ausführung anbelangte. Aber die beauftragten Handwerker haben mich eines Besseren belehrt. Bis auf Kleinigkeiten hat alles bestens funktioniert, der Zeitplan wurde eingehalten und die Gewerke haben hervorragend ineinander gegriffen", lobte er.

Zehn Kita-Plätze mehr

Mit dem Erweiterungsbau der Kita Lichtenstein stünden zehn zusätzliche Plätze für Unter-Dreijährige zur Verfügung und die beiden Kindergartengruppen aus der Alten Schule hätten hier im Erdgeschoss neue großzügige Räume für die Betreuung erhalten.

"Ich bin sicher, dass die Kleinen sich in ihrer neuen Umgebung wohlfühlen werden. Helle, freundliche Räume warten auf sie, die mit allem ausgestattet sind, was die Kinder sich wünschen – und was die Betreuerinnen erwarten", sagte der Bürgermeister. Alles sei so gestaltet, dass die Kleinen Anregungen fänden, um zu spielen und ihre Umwelt zu erkunden.

Im Zuge der Erweiterung wurde auch das Kitateam mit neuen Fachkräften verstärkt, damit auch bei größerer Kinderzahl und weiter ausgedehnten Öffnungszeiten eine qualifizierte Betreuung gewährleistet ist. Die Erzieherinnen würden ihrer verantwortungsvollen Aufgabe mit viel Engagement nachgehen, versicherte Schiele. "Die Kita Lichtenstein wird auch unter dem neuen Namen den guten Ruf, den sie sich in der Alten Schule erarbeitet hat,verteidigen."

Ins Schulgebäude verlegt sind die Toiletten für die Schüler, die bisher im Pausenhof waren. Aus den bisherigen WC-Räumen wurden Funktionsräume für Hausmeister und Reinigungskräfte. Doch nicht nur der Kindergarten wurde in das Gebäude integriert: Die Grundschulklassen der Lichtensteinschule mussten mehrfach umziehen, bis dann die renovierten Klassenzimmer in den Obergeschossen bezugsfertig waren. Auch die Räume für die Schulleitung und das Kollegium wurden komplett neu gestaltet. Im Gebäude der früheren Aula sind nun Räume für die Vereine eingerichtet, vor allem für die Volkshochschule und die Musikschule, um dort beispielsweise Sprachkurse anzubieten. In der eigentlichen ehemaligen Aula ist nun Platz für Bewegungsangebote der Vereine.Im Frühjahr werden die Schule und die Kita bei einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung die Gelegenheit geben, das Bildungszentrum und die abwechslungsreich gestalteten Außenspielbereiche zu erkunden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: