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Bitz Einzigartig in so vielerlei Hinsicht

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Das Landesjugendbarockorchester aus Freiburg musizierte am Samstagabend in der Bitzer Nikolauskirche. Foto: Bender Foto: Schwarzwälder-Bote

Das war hohe Kunst und ein traumhaftes Erlebnis zugleich: Das Landesjugendbarockorchester aus Freiburg gastierte am Samstagabend in der Nikolauskirche in Bitz.

Bitz. Schade für das Landesjugendbarockorchester, dass viel zu wenige Zuhörer am Samstagabend den Weg in die Nikolauskirche fanden, obwohl das Konzert quasi vor der Haustür und bei freiem Eintritt stattfand.

Jene, die da waren, kamen dafür in den seltenen Genuss dieser einzigartigen Barockklänge – einzigartig in vielerlei Hinsicht: Normalerweise trete man im Freiburger Raum auf, erläuterte der künstlerische Leiter Gerd-Uwe Klein, doch da Projektleiterin Judith in Albstadt wohnt, wollte man auch einmal auf die Schwäbische Alb und habe die schöne Kirche in Bitz entdeckt. Gerne wolle das Orchester wiederkommen, so es dürfe, meinte Klein, und dann solle jeder doch noch viele Bekannte mitbringen, lautete seine Aufforderung.

Die Besonderheit beim Konzert war außerdem, dass die Musiker auf historischen Barockinstrumenten spielten, die nicht auf den französischen Kammerton 415 gestimmt waren. Denn am Versailler Hof bevorzugte man während der Barockzeit eher den Stimmton 392 Hertz, und eben auf dieser Stimmtonhöhe wurde am Samstag musiziert.

In anderen Ländern und bei anderen Komponisten konnte dieser damals enorm abweichen. Genaues Hinhören war also bei den jungen Musikern gefragt.

Dass das Publikum noch dazu in den Genuss der Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach kam, die als außerordentlich schwierig zu spielen gelten, hatte es einem Generationenwechsel im Landesjugendbarockorchester zu verdanken: Dem Orchester gehören vor allem Schüler aus ganz Baden-Württemberg und Studenten des ersten Semesters an. Sind sie älter, dann müssen sie sich andere Orchester suchen. Und damit jedes Mitglied auch bei jedem Ensemble unterkommen kann, dafür werden schon im Landesjugendbarockorchester die Weichen gestellt. So übernahm nämlich immer mal wieder ein anderer Musiker die Solopartie.

Am Samstagabend waren noch einige Studenten mit von der Partie, die quasi damit ihren Abschiedsauftritt gaben. Und von deren Erfahrung profitierten die Zuhörer. Gerd-Uwe Klein beglückwünschte die Albstädter zu ihrem außergewöhnlichen Trompeter Pavel Janecek: "Nur eine Handvoll Trompeter können das Brandenburgische Konzert spielen, weil es tierisch schwer und anstrengend ist. Pavel ist einer davon und wir sind stolz, mit ihm gemeinsam zu spielen."

Hochkarätig und anspruchsvoll waren alle vier ausgewählten Werke. Zu Bachs Brandenburgischen Konzerten gesellten sich eine Tanzsuite von Jean-Philippe Rameau sowie eine Ouvertüre von Georg Philipp Telemann. Es war einfach nur fantastisch, den Klängen der Barockinstrumente zu lauschen. Die Darmsaiten mussten öfter mal nachgestimmt werden, erzeugten aber eine wundervolle Stimmung. Und die jungen Leute beherrschten die hohe Kunst des barocken Musizierens. Rund 20 Koryphäen gruppierten sich um das Cembalo in der Mitte des Altarraums und zogen die Besucher in ihren Bann.

Unnötig zu erwähnen, dass praktisch jedes Orchestermitglied in seinen jungen Jahren bereits mehrere einschlägige Preise erhalten hat – wer die Musiker hörte, konnte zu keinem anderen Schluss kommen. Zumal der künstlerische Leiter mit seinen Schützlingen die Vielfalt und das Spannende der Barockmusik wiedergeben wollte.

So bleibt zu hoffen, dass das Freiburger Orchester tatsächlich wieder den Weg auf die Schwäbische Alb findet, und dann sollte sich tatsächlich niemand dieses einzigartige Hörerlebnis entgehen lassen.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

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