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Bitz Ein Vorbild in Sachen Sport und Spaß

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Anja Schröder wird vom WLSB mit dem Ehrenamtspreis "Victor" ausgezeichnet. Fotos: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

In mehreren Sportangeboten des TV Bitz bringt Anja Schröder Kindern und Jugendlichen den Spaß an der Bewegung nahe. Dafür wird sie nun vom Württembergische Landessportbund (WLSB) mit dem Preis "Vorbild des Jahres" ausgezeichnet.

Bitz. 2014 hat Anja Schröder beim TV Bitz als Leichtathletiktrainerin angefangen und ist seither eine tragende Säule des Vereins vor allem im Leichtathletik- und Jugendbereich. Denn mittlerweile kann man ihre Trainer- und Übungsleitertätigkeit beim TV Bitz fast als Vollzeitjob beschreiben. "Zu fast allem bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen", erzählt die 48-Jährige – sie wurde gefragt, und sagte ja. Mittlerweile ist Schröder auch Leiterin der Abteilung Leichtathletik des TV Bitz, hat vor drei Jahren das Riesenturnen ins Leben gerufen, gibt Babyschwimmen und Wassergewöhnung, ist Kampfrichter bei Leichtathletik-Wettbewerben, organisiert jährlich den Tag des Kinderturnens und gibt an der Winterlinger Grundschule Sportunterricht.

Eine sportliche Menge Ehrenamt, die sich die zweifache Mutter aufgehalst hat. Doch als Arbeit oder gar Belastung sieht Schröder das ganze Ehrenamt nicht. Im Gegenteil: "Ich amüsiere mich hier".

Während Schröder all ihre Engagement als selbstverständlich und gar als Spaß sieht, hält Manfred Spiller, Vorsitzender des TV Bitz, Schröders Arbeit für höchst wertvoll. Deswegen hat er die 48-Jährige dem WLSB als "Vorbild des Jahres 2019" vorgeschlagen. Bei der Aktion des "Vorbild sein" zeichnet der WLSB Menschen aus, die eine Vorbildfunktion für junge Menschen übernehmen. Dass Anja Schröder definitiv eine solche gegenüber den Kindern, die sie trainiert und betreut einnimmt, ist für den WLSB klar. Nun wird sie als eine von zehn Jugendmitarbeitern am 31. März in Stuttgart mit der Trophäe "Victor" ausgezeichnet werden.

Auch wenn Anja Schröder stolz auf die Auszeichnung ist, ist ihr die Aufmerksamkeit um ihr Ehrenamt etwas unangenehm. Denn die Bitzerin stapelt tief. "Ich bin keine Führerin, ich bin eine Macherin. Wenn ich helfen kann, dann helfe ich", sagt Schröder. Für sie ist das Ehrenamt im Sport eine Freizeitbeschäftigung, von der beide Seiten profitieren. "Für mich ist es Anerkennung genug, wenn die Kinder strahlend aus der Turnhalle gehen", erklärt sie. Generell sind es die Kinder, welche die 48-Jährige stets motivieren –­ und das merkt man.

Wenn Schröder im Trainingsanzug in der Halle steht und Kinder wie wild um sie herumturnen, ist sie voll in ihrem Element. Beim Riesenturnen werden Vorschüler an den Schulsport gewöhnt und probieren einige Sportarten aus. Nachdem Schröder drei Wochen krank war und die Sportstunde ausfallen musste, kommen die Kinder freudig zu "ihrer Anja" angerannt; die Trainieren und ihr kreatives Sportangebot wurden schmerzlich vermisst. "Solange die Kinder nach mir fragen, mach ich meine Sache richtig, und wenn sie sich freuen, ist das mein Lohn", kommentiert die gebürtige Essenerin.

"Es gibt keine unsportlichen Menschen"

In ihrer Heimat hat sie als Kind Leichtathletik gemacht, später tanzte sie Ballett und turnte. "Doch am Leichtathletik hing immer mein Herz", weswegen auch ihre beiden Kinder mit diesem Sport einstiegen; ihre Tochter Julia ist mittlerweile ebenfalls Trainerin beim TV Bitz.

Schröder ist es wichtig, den Kindern die Freude am Sport und an der Bewegung nahe zu bringen, frei nach ihrem Credo "Es gibt keine unsportlichen Menschen, wir machen sie zu welchen". Deswegen sollten Kinder runter von der Couch, draußen rumrennen, spielen, toben und das machen, was in ihrer Natur liegt. "Kinder haben einen unheimlichen Bewegungsdrang, den wir hier nicht unterdrücken wollen. Sie müssen auch mal hinfallen, aufstehen und merken, dass es gar nicht so schlimm war", erzählt Schröder. Denn als Trainerin ist sie auch Motivator und Mutmacher. "Wir machen beim Riesenturnen nichts, was die Kinder nicht können", erklärt die Trainerin – und siehe da: Mit ein bisschen Mut kann jedes ihrer "Riesenkinder" klettern und springen.

Auch wenn der Terminkalender von Anja Schröder ganz schön voll ist – abgeben möchte sie keins der Angebote. "Denn ich freue mich ja mindestens genauso drauf wie die Kinder." Doch nun möchte sie sich neben dem Ehrenamt wieder mehr dem Berufsleben widmen – doch am liebsten soll der Wiedereinstieg nach längerer Pause, in der sie sich um ihre Kinder kümmerte, im sportlichen Bereich sein.

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