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Bitz Bewegung bringt wertvolle Spende

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Für den Charity-Marsch hat "Bitz bewegt sich" ein eigenes Logo entworfen. Foto: Schwarzwälder Bote

Die Organisation "Bitz bewegt sich" ruft den "1. Bitzer Charity-Marsch" aus. Die Grundschüler der Lichtensteinschule können Geld durch gelaufene Schulwege sammeln, um brasilianischen Kindern Bildung zu ermöglichen.

Bitz. Zur Schule laufen und damit brasilianischen Kindern etwas Gutes tun: Das ist das Ziel des "1. Bitzer Charity- Marsch" unter der Leitung von Hans-Jürgen Peter von der Initiative "Kinder – unsere Zukunft. Bitz bewegt sich". Von Montag, 16. November, bis Freitag, 18. Dezember, sollen die Grundschüler der Lichtensteinschule pro Schulweg eine Spende "erlaufen". Insgesamt 50 Strecken können sie dabei bewältigen – und mit der Aktion mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen könne die problematische Verkehrslage rund um die Schule entschärft werden, die Kinder entdeckten mit ihren Schulkameraden den Spaß an Bewegung, lernten die Verkehrsregeln und sammelten dabei noch Geld für bedürftige Kinder in Brasilien, so Peter.

Der Charity-Marsch, gesponsert von der Volksbank Albstadt sowie Garten- und Landschaftsbau Thomann, ist eine weitere Initiative von Hans-Jürgen Peter, die Kinder zu mehr Bewegung bringen soll, insbesondere in Zeiten, da Sportmöglichkeiten eingeschränkt sind. "Da die Resonanz der Aktion ›Road Walkers‹ im vergangenen Schuljahr recht dürftig war, hofft ›Bitz bewegt sich‹ auf hohe Teilnehmerzahlen beim Charity-Marsch", so Peter. Infolge des Laufes sei auch vorgesehen, die "Road Walkers" wieder in den Vordergrund zu rücken und den Eltern und Schülern ein neues Verkehrs- und Schulweg-Konzept vorzustellen und "schmackhaft" zu machen. Auch auf die neue sogenannte "Kiss and Ride"-Haltestelle bei der katholischen Kirche weist Peter hin, damit die Kinder "wenigstens die letzten 500 Meter zu Fuß gehen".

Um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zu garantieren, spendet der Förderverein "Bitz bewegt sich" neongelbe Pudelmützen für alle Teilnehmer. Als Ansporn, jeden Tag den Schulweg per Fuß zu bewältigen, lobt "Bitz bewegt sich" für die Klasse mit den meisten gelaufenen Strecken einen Überraschungsnachmittag aus. Der gespendete Betrag, der bei der Anmeldung angegeben werden kann, spielt dabei keine Rolle. Eine Kleinigkeit genüge, um armen Kinder in Brasilien wenigstens Bildung ermöglichen zu können.

Ohne Wasser und ohne die Chance zum Geldverdienen

Wem wird das Geld nun aber genau gespendet? Die Erlöse erhält das brasilianische Schulprojekt "Varzea da Roca". Die Schirmherrin des Projektes ist in Bitz und Albstadt keine Unbekannte. Doris Knipping – sie stammt aus der Samtfabrik-Familie Ott in Albstadt – unterrichtete mehr als zwei Jahrzehnte lang an der Kirchgrabenschule in Ebingen und war in ihrem letzten Jahr an der Bitzer Grundschule tätig. Ihre Tochter wohnt noch heute in Bitz. 2008 entschloss sie sich mit ihrem Mann, in Brasilien ein soziales Schulprojekt aufzubauen. Im Hinterland von Salvador da Bahia, in Sartao, – einer Steppe ohne Wasser, Industrie und Tourismus zum Geldverdienen – bauten die Albstädter die "Ecola Waldorf Anael", eine Grundschule mit Waldorfkindergarten.

Um das Projekt weiter auszubauen, werden die Spenden vom Bitzer Charity-Lauf benötigt. "Es freut mich natürlich, wenn meine alten Freunde aus Bitz wieder an mich denken", so Knipping. Der Aufbau der Bildungslandschaft in der brasilianischen Steppe war mehr als hart. In einem vierjährigen berufsbegleitenden Seminar lernten die dortigen Lehrer Waldorfpädagogik – bis zum damaligen Zeitpunkt ein Fremdwort für sie. Heute ist Knipping – ihr Mann starb 2013 – alleine für die Umsetzung verantwortlich. Aufgrund der Corona-Krise sind dort seit März die Schulen geschlossen. Eine Perspektive für die Kinder sei wichtig, und so hofft Knipping, dass Kindergärten und Schulen zum neuen Schuljahr – es beginnt im europäischen Winter – wieder öffnen dürfen. Corona hält die Albstädterin ab, selbst nach Südamerika zu fahren – umso wichtiger sei Geld für das Projekt.

Das können die Bitzer Schüler verstärken, indem Sie laufen, Geld sammeln und spenden. Davon profitieren sie ebenso wie die Brasilianer.

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