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Bitz Alb-Hotel-Brache in der Paulinenstraße weicht Mehrfamilienhaus

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Nach Süden ausgerichtet sind die Balkone – mit Alpenblick.Simulationen: Volksbank Albstadt Foto: Schwarzwälder Bote

Bitz. Nach Jahrzehnten, in denen es brach liegt, reißt die Volksbank Albstadt als neue Besitzerin das frühere Alb-Hotel in der Paulinenstraße 6 ab und baut ein architektonisch außergewöhnliches Mehrfamilienwohnhaus mit möglichst viel Süden im Blick dorthin. Neun Eigentumswohnungen finden dort Platz – und zwar so zugeschnitten, dass für Singles wie für Paare, für Familien wie für Senioren etwas dabei ist, wie Matthias Haas, Geschäftsführer der Volksbank Albstadt Immobilien GmbH betont.

Im Frühjahr 2021 soll das Albhotel abgerissen werden, die Wohnungen – vier mal drei Zimmer im Erdgeschoss, drei mal drei Zimmer im ersten und zwei mal vier Zimmer im zweiten Stock, zwischen 95 und 125 Quadratmeter groß – im Sommer 2022 bezugsfertig sein.

Dafür geht für die Gemeinde Bitz die jahrzehntelange Bemühung, aus der Brache etwas zu machen, zu Ende. Ob sie versuchte, das Grundstück zu kaufen, oder es in bisher drei Sanierungsgebiete aufgenommen hat, damit ein Investor sich bemüßigt fühle, etwas daraus zu machen: Alle Versuche waren an "divergierenden Preisvorstellungen" gescheitert, wie Bürgermeister Hubert Schiele erklärt. Die Nachfrage nach Wohnungen sei da, die Anlieger seien froh, dass die Brache endlich verschwinde, und für die Bebauungsplanänderung sieht er keine Hinderungsgründe. Schiele ist froh, "mit der Volksbank Albstadt einen Partner zu haben, dem wir vertrauen können".

Deren Vorstandssprecher Robert Kling kündigt an, dass die Wohnungen nach Fertigstellung verkauft werden sollen. Mit der Wessner N.E.S.T. Bau GmbH habe die Volksbank Immobilien GmbH einen Partner, der Garant dafür sei, dass die Aufträge an regionale Firmen vergeben würden – schon beim Bau der neuen Volksbank-Zentrale in Ebingen und den beiden Wohn- und Geschäftshäusern daneben auf dem Europaplatz funktioniere die Zusammenarbeit hervorragend, so Kling.

Für Wessner bestand die Herausforderung laut Florian Ruf darin, angesichts der dörflichen Umgebung keinen "Block" zu bauen und allen künftigen Bewohnern möglichst viel von der "hervorragenden Aussicht Richtung Süden" zu verschaffen. Große Balkone und ein begrünter Innenhof lockern die Architektur auf, Garagenstellplätze gehören zu allen Wohnungen, und auch für Fahrräder werde es Platz geben. Zudem werden alle Wohnungen barrierefrei sein, zwei davon sogar einen separaten Hauseingang haben.

Denkmalschutz besteht für das Alb-Hotel nicht, obwohl es laut Ortschronik, 1904 gebaut, gut 80 Jahre lang "für alle Hochzeiten, Vereinsveranstaltungen und Theateraufführungen praktisch die Nummer eins in Bitz" gewesen sei, so Kling. Danach war es noch kurz Wohnheim für Menschen vom Balkan gewesen und stehe nun seit 30 Jahren leer.

Für Matthias Haas ist es ein Projekt, bei dem alle gewinnen: "Wir wollen Wohnraum schaffen und haben uns nach fast 50 Jahren Immobilienvermittlung entschlossen, nun auch Immobilien zu entwickeln", erklärt er mit Blick auf die Ausgründung der Volksbank Albstadt Immobilien GmbH und die anhaltende Niedrigzinsphase, in der die Bank sich auch jenseits des Geldmarktes nach rentablen Einnahmequellen umsieht. Fast 50 weitere Wohneinheiten in der Region seien derzeit in Planung.

Weil das Alb-Hotel in einem Sanierungsgebiet liegt, fließen für den Abriss Landeszuschüsse, erklärt Schiele. Einzig der Preis der Wohnungen wird laut Haas erst feststehen, sobald sie fertig sind. Vorher will die Volksbank noch keine Kaufverträge abschließen. Wie Robert Kling betont: "Der Käufer sieht und fühlt, was er kauft, muss sich nicht auf Pläne verlassen und hat damit deutlich weniger Risiken."

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