Wenig los: Am ersten Wochenende der Saison sind noch wenige Besucher in den Balinger Freibädern. Foto: Breisinger

Der Auftakt der Balinger Freibadsaison 2021 steht weiterhin unter keinem guten Stern. Zum Start des Bads in Balingen hatte es geregnet – nun, da die Bäder in Engstlatt und Streichen öffneten, streikte die Technik.

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Balingen-Engstlatt/Streichen - Eigentlich war an diesem Wochenende bestes Wetter, um ins Wasser zu hüpfen. Kein Wind, Sonne satt, warme Temperaturen. Zumindest im Freien.

Im Streichener Bad lag derweil die Wassertemperatur zum Start am Samstag bei "ein wenig heftigen 20 Grad", sagte Gabi Polke, die das Bad zusammen mit ihrem Mann Steffen betreibt. Und pünktlich zum Start auch in Engstlatt sowie der angekündigten Möglichkeit und Pflicht, die Tickets nicht nur online zu buchen, sondern sie auch online zu bezahlen, machte offenbar das Anmeldeportal zumindest teilweise schlapp. Zeitweise ging überhaupt nichts, auch am Sonntagvormittag lief weiterhin nicht alles rund. "Bei manchen funktioniert die Anmeldung, bei anderen nicht", so Gabi Polke.

Wohl auch aufgrund dieser Probleme war es wenig verwunderlich, dass am Samstag zunächst nur wenige Gäste nach Streichen kamen – insgesamt nur 50. Zur Öffnung am Samstagvormittag um 10 Uhr war das Ehepaar Polke dort ganz allein – bis nach einer Dreiviertelstunde die ersten Badegäste kamen. Vorschriftsmäßig mit dem obligatorischen negativen Schnelltestergebnis im Gepäck. "Das Freibad in Streichen ist das mit Abstand beste im gesamten Kreis. Ich habe mich so gefreut, dass es endlich wieder öffnet", bekamen die Betreiber zu hören. "Blöd", fand ein Dauergast derweil, dass zum Betreten ein negatives Testergebnis erforderlich war.

Niedrigere Besucherzahlen auch in Engstlatt

Diesen Zwang, der aufgrund der seit einigen Tagen stabilen Inzidenzwerte unter 35 im Zollernalbkreis demnächst schon wieder Makulatur sein könnte, sehen neben Gabi und Steffen Polke auch der am Sonntag in Engstlatt diensthabende Schwimmbadmeistergehilfe Ralf Schmidt und die neue Pächterin des dortigen Kiosks Birgit Setzkorn-Meissner als einen mit entscheidenden Grund für die niedrigen Besucherzahlen am Eröffnungswochenende.

Denn nicht allzu anders als in Streichen präsentierte sich die Lage in Engstlatt: Dass die Besucherzahlen niedriger als vor Corona sein würden, war allen Verantwortlichen im Vorfeld klar – zumal nur 164 Wasserratten gleichzeitig ins Bad und davon nur 46 gleichzeitig ins Wasser dürfen. Dass sich aber am Samstag über den gesamten Tag hindurch nur 30 Besucher auf dem weitläufigen Areal tummelten, kam dann doch sehr überraschend. Am Sonntag befand sich am späten Vormittag nur eine Person im Wasser – obwohl dieses bei 22,6 Grad zum Baden geradezu einlud.

Nur abgepackte Süßigkeiten

Grundlegende Änderungen gibt es bei beiden Freibädern im Vergleich zum Vorjahr im Bereich Gastronomie: In Streichen wird es neben diversen Getränken bis auf Weiteres nur abgepackte Süßigkeiten geben. Für eine größere Auswahl müssten, sagt Steffen Polke, bestimmte Hygienevoraussetzungen erfüllt werden, die unter den momentanen Voraussetzungen nicht durchsetzbar seien. Er hoffe, dass es diesbezüglich zu Lockerungen komme.

In Engstlatt gibt es mit Birgit Setzkorn-Meissner, die zudem weiterhin den Kiosk im Geislinger Freibad betreibt, eine neue Pächterin. "Qualitativ hochwertige Speisen sind mir sehr wichtig. Ich habe ein bewährtes Konzept, werde aber nach und nach die Wünsche der Besucher abklopfen, auf ihre Resonanz eingehen und dann möglicherweise gewisse Änderungen im Sortiment vornehmen", sagte Setzkorn-Meißner im Gespräch mit unserer Zeitung.

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